Der Körper ist Krebszellen nicht völlig schutzlos ausgeliefert: Das Immunsystem erkennt auch entartete Zellen und attackiert sie. Eigentlich. Denn Krebszellen können die Abwehr des Körpers auch ausbremsen. Von so genannten Checkpoints – speziellen Rezeptoren an der Oberfläche der Immunzellen – hängt es ab, ob diese scharf gestellt werden oder nicht. Krebszellen können sich diese Schwachstelle zunutze machen, indem sie Moleküle an die Checkpoints binden lassen und die bereits scharf gestellten Immunzellen so wieder ausschalten.

Eine neue Immuntherapie zielt darauf ab, diese Bremsen zu lösen. Wie das funktioniert, erklärt ein kurzes Animationsvideo, das im Rahmen der Sendung "Hilft Immuntherapie gegen Krebs?" in der Reihe "Faszination Wissen" des Bayerischen Rundfunks ausgestrahlt wurde. Kompakt und sehr anschaulich zeigt der Film, wie Wissenschaftler mit Hilfe von Antikörpern die Checkpoints blockieren, um die körpereigenen Streitkräfte (wieder) in den Kampf gegen Krebs ziehen zu lassen.

Das gelingt bereits mit gewissem Erfolg. In der Europäischen Union sind einige solcher Antikörper unter bestimmten Voraussetzungen schon für die Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen zugelassen. Vom großen Durchbruch kann allerdings noch nicht die Rede sein: Längst nicht alle Patienten sprechen auf die Methode an. Zudem kann es zu gravierenden und sogar lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Aber um das zu erfahren, muss man sich schon die ganze Sendung anschauen.