"Eigentlich fehlen einem die Worte", erklärt Josef M. Gaßner. Man müsse sich nur einmal klar machen, welche technische Leistung der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen eigentlich war. Das sei etwa so, als könne ein Messinstrument ein zusätzliches Atom nachweisen, das sich zwischen Erde und Sonne hineingezwängt hätte.

Wer schon alles über Gravitationswellen weiß, wird hier nicht allzuviel Neues erfahren, kann sich aber stattdessen von der Begeisterung des bayerischen Astronomen und Kosmologen anstecken lassen, der vom Ereignis des Vortags noch ganz beeindruckt erscheint. Und weiß hinterher vielleicht doch etwas mehr als vorher: dass es nämlich gar nicht die US-amerikanischen LIGO-Forscher waren, die das Signal zuerst entdeckten, sondern die Hannoveraner Kollegen vom Instrument Geo600.

Alle anderen lernen hier, wie die nobelpreisverdächtige Messung eigentlich vor sich gegangen ist – gelungen am 14. September 2015, veröffentlicht am 11. Februar 2016 – und dass es zwei Schwarze Löcher mit 29 beziehungsweise 36 Sonnenmassen waren, die das Signal auslösten, als sie binnen einer Sekunde miteinander verschmolzen.

Eine große Entdeckung. Oder, in Josef M. Gaßners Worten: "Ich würde sagen: Hurra."