Worum geht es: Rund jedes zehnte Kind leidet unter Migräne, einem regelrechten Gewitter im Kopf. Ein sehenswerter Trickfilm erklärt den Kleinen zunächst, wie der quälende Kopfschmerz im Gehirn entsteht. Dabei greift der Film auf die vereinfachende, aber plastische Metapher des Migränegenerators zurück. Im zweiten Teil gibt der Kurzfilm Kindern und Jugendlichen Tipps, wie sie mit der Erkrankung umgehen sollen und wie Medikamente sinnvoll einzunehmen sind.

Wer steht dahinter: Der drollig animierte Film stammt vom Deutschen Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke. Die Tricktechnik kommt vom ehemaligen Fix-und-Foxi-Chefzeichner Bone Buddrus.

Geeignet für: unter Migräne leidende Kinder, Jugendliche und deren Eltern. Aber auch Nicht-Betroffene können sich von dieser Erkrankung einen ersten Eindruck verschaffen.

Pluspunkte: Bei aller Vereinfachung sorgt das Know-how von mehreren Experten dafür, dass die Darstellung korrekt bleibt. Zu Recht hat der Film den Fast Forward Science-Webvideowettbewerb 2016 in der Kategorie "Substanz" gewonnen.

Kleiner Wermutstropfen: Man könnte bemängeln, dass die Metapher vom Migränegenerator im Gehirn auch ein wenig überspielt, dass der Ursprung der Migräne nicht genau bekannt ist. Darauf weist allerdings eine den Film begleitende 40-seitige Broschüre hin.