"Intelligenz ist total relativ." Auf diese knackige Formel bringt es ein kurzes humorvolles Video aus der Reihe "Science Cliption – Wissenschaft clip und klar" – einem Schaufenster der wissenschaftlichen Institute in Bremen im Auftrag der WFB Wirtschaftsförderung Bremen. Auch in dieser Folge ist die fiktive Figur des Elvis Müller unterwegs, ein wissbegieriger Computernerd, der Bremer Forschern mit Fragen zu Gott und der Welt kommt.

Dieses Mal befragt er einen Bildungsforscher. In satirischen und überspitzten Animationen wird anschließend im Schnelldurchlauf das gesammelte Wissen zur Intelligenz präsentiert: Intelligenz sei ständig im Fluss, kaum wissenschaftlich zu fassen und hänge von vielen Faktoren ab.

Tatsächlich halten die Diskussionen bis heute an, was Intelligenz überhaupt ist. Psychologen formulieren oft bescheiden und pragmatisch: Intelligenz ist das, was man mit Hilfe von Intelligenztests misst. Zwar gibt es für sie kaum ein anderes Persönlichkeitsmerkmal, das sich so stabil und unveränderlich messen lässt wie der Intelligenzquotient. Gleichwohl legt das Video respektlos den Finger in die Wunde: Wie man beim IQ-Test abschneidet, hängt durchaus auch von der Tagesform ab und davon, ob man ähnliche Aufgaben bereits trainiert hat. Und überhaupt sei der Grad an Förderung und Training ein Grund dafür, dass Intelligenz nie ein für allemal in Stein gemeißelt sei.

Auch das stimmt durchaus. Allerdings bekommt man an einigen Stellen des Clips den Eindruck, dass Menschen ihre kognitiven Fertigkeiten beliebig trainieren könnten. Doch gerade hier ist man sich in der Psychologie eigentlich ziemlich einig: Die Gene sind in einem gewissen Sinn das Grundkapital, das jeder von uns mitbekommt. Und dann kommt es darauf an, was man aus diesem – limitierten – Kapital macht.