Die Alexander von Humboldt-Professuren sind Deutschlands höchstdotierte Forschungspreise. Auch im Jahr 2016 zeichnete die Humboldt-Stiftung wieder führende, bisher im Ausland tätige Wissenschaftler aller Disziplinen aus. Die Preisträger wurden von deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen nominiert und sollen nun dort Teams und Strukturen aufbauen, die weltweit konkurrenzfähig sind. Die drei Preisträgerinnen und drei Preisträger aus dem Ausland erhalten jeweils bis zu fünf Millionen Euro und forschen künftig in Bielefeld, Bonn, Halle/Leipzig, Karlsruhe, München und Münster. Einer von ihnen ist Wolfgang Wernsdorfer.

Das Spezialgebiet von Wolfgang Wernsdorfer ist die experimentelle Festkörperphysik an der Schnittstelle zur Chemie und zu den Materialwissenschaften. Er ist einer der weltweit führenden Experten für Nanomagnete und ihren Einsatz in der molekularen Quanten-Spintronik. Wernsdorfer fand heraus, welche Rolle die Quantengesetze für molekulare Magnete spielen und konnte dadurch elektronische Schaltkreise bauen, wo die Magnetisierung des Moleküls den elektrischen Strom steuert. Mit molekularen Magneten will er am Karlsruher Institut für Technologie den nächsten Schritt in Richtung Quantencomputer machen.