Die Teilchendetektoren, mit denen 2013 am CERN in Genf das Higgs Boson entdeckt wurde, zeichnen sich durch ungewöhnliche Komplexität, enormen Einfallsreichtum und man könnte sogar sagen, Schönheit aus. Technologien, die uns auch in anderen Zusammenhängen, zum Beispiel der Telekommunikation und der Halbleiterphysik, bekannt sind, werden benutzt, um mit diesen riesengroßen Apparaturen die winzigsten Teilchen sichtbar zu machen. Julia Thom-Levy berichtet von der Planung, der Entwicklung und dem Bau der Detektoren, an denen Hunderte von Physikern, Ingenieuren und Technikern seit Jahrzehnten arbeiten.

Julia Thom-Levy studierte Physik in Hamburg und am Deutschen Elektronen-Synchrotron sowie am Stanford Linear Accelerator Center in Kalifornien. Nach Stationen am Fermi National Accelerator Laboratory bei Chicago und am CERN ist sie seit 2005 Professorin für Physik an der Cornell University. Sie arbeitet mit ihrem Team an Datenanalyse und der Entwicklung strahlenharter Halbleiterdetektoren.

Ein Video des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP):