Dank einer Vielzahl präziser Messungen haben wir ein genaues Modell davon, wie das Universum beschaffen ist, woraus es besteht und wie es sich entwickelt. Dieses so genannte kosmologische Standardmodell ist erstaunlich einfach – und erlaubt es dennoch, praktisch alle kosmologischen Beobachtungen in einem gemeinsamen Erklärungsrahmen zusammenzufassen.

Trotz seines Erfolgs gibt uns das Standardmodell aber schwierigste Rätsel auf. Denn es setzt die Existenz von Dunkler Materie und Dunkler Energie voraus – Phänomene, die wir bislang nicht verstehen. In diesem Vortrag zeigt Prof. Dr. Matthias Bartelmann, wie neue Messergebnisse uns dennoch einen genaueren Blick in die tiefe Vergangenheit des Universums erlauben und überdies wertvolle Hinweise zum besseren Verständnis der dunklen Bestandteile unseres Universums geben.

Matthias Bartelmann studierte Physik und Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Von 1998 bis 2003 war er wissenschaftlicher Projektleiter des deutschen Beitrags zum Planck-Satellitenprojekt. Seit 2003 ist er Professor für theoretische Astrophysik an der Universität Heidelberg.

Ein Video des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP):