Die erfolgreiche Reise zu "Tschuri" ist schon jetzt von historischer Bedeutung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt gelang einer Sonde ein Rendezvous mit einem Kometen. Obendrein konnte sie auch ein Landemodul auf seiner Oberfläche absetzen.

Zwei Jahrzehnte der Vorbereitung hatte die Europäische Weltraumorganisation ESA in die Rosetta-Mission investiert. Allein die 6,5 Milliarden Kilometer lange Reise der Sonde dauerte mehr als zehn Jahre. Dann war es so weit: Den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Tschuri genannt, erreichte Rosetta am 6. August 2014. Wenige Wochen später setzte sie dann auch den Landeroboter Philae ab.

Die vorangegangenen Herausforderungen waren gewaltig. Ferngesteuert aus mehreren hundert Millionen Kilometern Entfernung sollte die Sonde einen unbekannten und sehr kleinen Himmelskörper erreichen, der überdies ständig große Mengen an Gas und Staub emittiert. Doch im Gegenzug versprach die Mission bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse.

Dr. Paolo Ferri studierte Theoretische Physik an der Universität von Padua in Italien. Er begann 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Europäischen Weltraum Operationszentrum (ESOC), dann wechselte er in den Missionsbetrieb. Er arbeitete 19 Jahre lang für die Rosetta-Mission, zunächst als Operationsleiter, später als Flugdirektor. Seit 2013 leitet er die Hauptabteilung Missionsbetrieb, verantwortlich für die Operationen aller unbemannten Satelliten der ESA.

Ein Video des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP):