Es braucht nicht viel, um das faszinierende Phänomen der Supraleitung zu erklären. Wie Jon Parnell in diesem Video erklärt, bestehen nämlich überraschende Parallelen zwischen zwei Kanadiern, die in einem bitterkalten kanadischen Winter ohne Staus möglichst schnell von A nach B kommen wollen, und Elektronen, die sich zu so genannten Cooper-Paaren zusammenschließen und deshalb verlustfrei durch einen Leiter fließen.

Am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, wo intensiv an der Supraleitung gearbeitet wird, haben die Forscher genau auf diesem Feld auch einen Rekord aufgestellt. Sie setzten ein supraleitendes Kabel so stark unter Druck – so stark, erklärt Parnell, als würden "Millionen von kanadischen Elchen darauf stehen" –, dass es noch bei minus 107 Grad Celsius supraleitend war.

Das ist ein wichtiger Erfolg: Noch funktioniert die Supraleitung nämlich nur bei noch viel tieferen Temperaturen, wie sie bislang nur im Labor und im Weltraum vorkommen. Doch wenn Wissenschaftler das Phänomen eines Tages auch bei Umgebungstemperatur hervorrufen können, werden wir jede Menge Strom sparen können.