Ohne diese "Wärmepumpe" wären die Winter in Westeuropa deutlich kälter: Sollte der Golfstrom eines Tages versiegen, müsste man sich hierzulande buchstäblich warm anziehen. Der Videoclip des Münchner YouTube-Kanals "Kurzgesagt – in a nutshell" gibt einen gut recherchierten ersten Überblick über die Wirkungsweise des Golfstroms, seine Einbettung in das weltweite System der großen Ozeanströmungen und seine Bedeutung für das Klima in den angrenzenden Regionen. Unterstützt von anschaulichen Animationen erklärt er grundlegende Begriffe wie thermohaline Zirkulation. Und er zeigt Faktoren auf, die für die großen Ozeanströmungen verantwortlich sind, zum Beispiel Sonne und Wind sowie Unterschiede in Wassertemperatur und Salzgehalt. Die wichtigsten Daten verdeutlicht der Clip mit anschaulichen Vergleichen.

Wer mehr über das komplexe Phänomen Golfstrom, die möglichen Folgen steigender Temperaturen in der Arktis sowie den aktuellen Stand der Forschung wissen möchte: Der Klimasystemforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ist auf SciViews mit einer ausführlichen Präsentation zu sehen. In einem Blogbeitrag auf den Scilogs lieferte Rahmstorf zudem unlängst auch eine Einschätzung zu einer aktuellen Studie, derzufolge die Verdopplung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre zu einem Zusammenbruch des Golfstroms führen könnte.