Wir sehen sie nicht, sind aber immer und überall von ihnen umgeben: Bakterien und Viren sind die eigentlichen Herrscher der Welt. Während sie als Krankheitserreger gefürchtet sind, nutzt der Mensch sie gleichzeitig für seine Zwecke: Sie zersetzen Abfälle in Kläranlagen, mit ihnen stellen wir Joghurt her und inzwischen werden sie sogar genetisch manipuliert, damit sie Medikamente produzieren. Sogar die Arbeit an einem künstlichen Bakterium hat bereits begonnen.
Krankheitserreger nutzen gewiefte Strategien, um zu überleben und sich fortzupflanzen. Jetzt arbeiten Mediziner daran, die Bakterien mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. » aus SdW 1/2011 (€)
Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen gegen mehrere Antibiotika zugleich. Nur innovative Forschung kann neue Therapien gegen sie liefern. » aus SdW 4/2010 (€)
Ein bislang rätselhaftes Virusprotein macht Immunzellen bewegungsunfähig und trägt so entscheidend zum Ausbruch und Fortschreiten der Immunschwächekrankheit Aids bei. » aus SdW 3/2010 (€)
Die Pandemie greift weiter um sich, neuerdings mit Bakterienstämmen, die gegen alle verfügbaren Medikamente resistent sind. Biologen entwickeln jetzt völlig neue Behandlungsstrategien. » aus SdW 12/2009 (€)
Die meisten schweren Durchfallerkrankungen bei Kindern verschulden hoch infektiöse Rotaviren. Nun stehen Schluckimpfungen gegen die Erreger zur Verfügung. » aus SdW 3/2007 (€)
Seit Urzeiten lebt im Magen von Menschen das Bakterium Helicobacter pylori. In entwickelten Ländern wird es nun selten. Gesundheitlich bringt das Vor-, aber auch Nachteile. » aus SdW 9/2005 (€)
Einige Mikroben koppeln wie bei einer Batterie weit entfernte Oxidations- und Reduktionsreaktionen über einen Stromkreis miteinander, um am Meeresgrund zu überleben. » aus SdW 4/2010 (kostenfrei)
Ein einziges Molekül, das bei Erwärmung seine Struktur ändert, reguliert zentrale Schritte einer Infektion mit Darmbakterien der Gattung Yersinia, zu denen auch der Pesterreger gehört. » aus SdW 8/2009 (€)
Bakterien kommunizieren miteinander, sie können im Team durchaus komplizierte Aufgaben erfüllen. Ihre Kooperation kann sogar bis zur Selbstaufopferung gehen. » aus SdW 1/2009 (€)
Bakterien schonen ihre Nahrungsressourcen, indem sie kältere Regionen aufsuchen und so ihren Stoffwechsel drosseln, sobald die Populationsdichte einen Schwellenwert übersteigt. » aus SdW 5/2008 (€)
Tief unter der Erde haben Forscher ein Bakterium entdeckt, das fernab von Licht und Nahrung in höllischer Hitze haust. Die radioaktive Strahlung von Uran liefert ihm Energie. » aus SdW 4/2009 (€)
Ein Forscherteam hat Mikroorganismen entdeckt, wo sie niemand vermutete: in einem Salzwasserreservoir, eingeschlossen zwischen 400 Meter dicken Eismassen und dem Felsboden. » aus SdW 6/2009 (kostenfrei)
Scheinbar unbelebtes Lavagestein in der Tiefsee entpuppt sich als Paradies für Mikroorganismen, die daraus chemische Energie gewinnen. » aus SdW 9/2008 (€)
Bakterien produzieren an heißen Tiefseequellen Nahrung für ein ganzes Ökosystem? Dazu stellen sie einen bekannten Stoffwechselweg völlig auf den Kopf. » aus SdW 7/2007 (€)
Forscher bauten das Genom eines Bakteriums chemisch nach und wollen es jetzt in einen anderen Mikroorganismus übertragen. » aus SdW 7/2010 (kostenfrei)
Nachdem im Golf von Mexiko aus einem Bohrloch in der Tiefsee große Mengen Erdöl austraten, geben Untersuchungen jetzt neue Aufschlüsse über die Selbstreinigungskraft des Meeres. » aus Sdw 11/2010 (€)
Spezielle Bakterien können aus pflanzlichem Material durch Gärung Wasserstoff erzeugen. Bioabfälle wären so eine umweltfreundliche und preiswerte Quelle für den Energieträger der Zukunft. » aus SdW 6/2009 (kostenfrei)
Heidelberger Studenten und Forscher entwarfen ein künstliches Räuber-Beute-System mit Bakterien, das sich auch zur Krebsbekämpfung eignen sollte. » aus SdW 4/2009 (€)
Eine HIV-Infektion wäre erst dann geheilt, wenn der Erreger auch aus seinen Verstecken im Körper vertrieben werden kann. Forscher konzipieren neue Therapien. » aus SdW 11/2009 (€)
Mit erprobten Verfahren erlitten die Impfstoffentwickler bei HIV viele Fehlschläge. Sie suchen nun nach grundsätzlich neuen Strategien. » aus SdW 11/2009 (€)
Zur Bekämpfung des wandlungsfähigen Aidserregers HIV benötigt man umfassende Informationen über seine Varianten - und Computerhilfe. » aus SdW 8/2009 (€)
Bengt Gullbing und Annika Röhl / The Nobel Committee for Physiology or Medicine 2009
Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Entdeckung des HI-Virus hat die weltweite Seuche Aids nichts von ihrem Schrecken verloren. » Dossier von spektrumdirekt
Vaccinia-Viren lassen die von ihnen infizierten Zellen kleine Eiweiß-Katapulte produzieren, um Kumpane, die später kommen, möglichst weit zu verstreuen. » Online-Artikel vom 21.1.2010 (kostenfrei)
Christina Corbaci und Rob Pejchal, The Scripps Research Institute (TSRI)
Zwei jüngst entdeckte Antikörper gegen HIV richten sich gegen Teilstrukturen des viralen Hüllproteins, die einen neuen Ansatz zur Impfstoffentwicklung versprechen. » aus SdW 11/2009 (€)
Lentiviren wie der Aids-Erreger HIV können nicht nur Körperzellen infizieren, sondern ihr Erbgut auch in Keimzellen einschleusen und auf diesem Weg weitervererbt werden. » aus SdW 2/2009 (kostenfrei)
Centers of Disease Control and Prevention / Frederick Murphy
Der Nachweis, dass das Papillom-Virus Gebärmutterhalskrebs erzeugen kann, und die Entdeckung des Aids-Erregers HIV wurden mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet. » aus SdW 12/2008 (kostenfrei)
Ob Pest, Pocken oder Grippe - fast alle Infektionskrankheiten stammen ursprünglich von Tieren. Als die Menschen sesshaft wurden, begann die Geschichte der Seuchen. » Online-Artikel vom 11.2.2010 (kostenfrei)
Spektrum der Wissenschaft, nach: H.-G. Kraeusslich und B. Müller
Während es heute vergleichsweise ruhig um das Thema Vogelgrippe ist, hat sich die tatsächliche Bedrohung seit 2005 kaum verändert. » aus SdW 4/2008 (kostenfrei)
Das rasche Vordringen des Vogelgrippevirus weckt Ängste und wirft Fragen auf. Lässt sich die Seuche eindämmen? Können wir uns dagegen schützen? » aus SdW 4/2006 (€)
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