Mondlandungsmythos 10
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 Bild vergrößern10 In der Sonnenhitze wären die Diafilme geschmolzen

Als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch einen Fuß auf den Mond setzte, gab es noch keine Digitalkameras. Stattdessen hatten die Astronauten umgebaute Hasselblad-Kameras dabei, in denen Kodak-Ektachrome Diaflime benutzt wurden. Diese Zelluloid-Filme haben einen relativ niedrigen Schmelzpunkt von knapp 64 Grad Celsius. Wie konnten damit Bilder auf dem Mond gemacht werden, dessen Oberfläche sich auf über 100 Grad Celsius aufheizt?

Auf der Erde wird die zum Beispiel wohlige Wärme eines Ofens über die Moleküle der Luft übertragen. Da auf dem Mond keine Atmosphäre vorhanden ist, deren Moleküle Wärmeenergie übertragen könnten, bleibt nur die Sonnenstrahlung. Und sobald diese weg ist, wird es auf dem Mond auch richtig kalt. Da die Astronauten die Kameras nicht auf dem heißen Boden abgelegt haben, bleibt die Frage, wie stark die Kameras die Wärmestrahlung absorbieren. Die Hasselblad-Kameras besaßen eine weit gehend silberfarbene Außenhaut und reflektierten das Sonnenlicht so gut, dass sich die Kameras nicht stärker als auf durchschnittlich 30 Grad Celsius aufheizten. Zudem wurden sie im Schatten auch immer wieder abgekühlt.

Mondlandungsmythos 9
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 Bild vergrößern9 Viel zu viele perfekte Mondbilder

Die von den Astronauten auf Brusthöhe getragenen Hasselblad-Kameras besaßen keinen Sucher. Sie wurden lediglich zur Bedienung mit Handschuhen etwas angepasst. Wie konnten die Astronauten damit so viele perfekte Fotos machen?

Natürlich sind nicht alle Bilder perfekt geworden. Es gibt auch unscharfe Bilder, doch wurden diese Aufnahmen von der NASA nur zum Teil veröffentlicht – schließlich sollten ästhetisch eindrucksvolle Bilder präsentiert werden. Zum anderen hatten die Astronauten auf der Erde sechs Monate Zeit, um den Umgang mit den Kameras zu üben. Das Scharfstellen erfolgte dabei in vier rastbaren Schritten, um nah, weit, fern und unendlich schnell und einfach einzustellen. Zusätzlich wurde auch noch ein leichtes Weitwinkelobjektiv verwendet, welches zusätzlich die Scharfstellung vereinfacht und größere Bildausschnitte zuließ.

Mondlandungsmythos 8
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 Bild vergrößern8 Das "Mondgestein" stammt von der Erde

Knapp 381 Kilogramm Mondgestein brachten die Apollomissionen zur Erde. Dieses wurden von vielen verschiedenen Wissenschaftlern untersucht und eindeutig als Mondgestein identifiziert. Denn ein beträchtlicher Teil weist eine Zusammensetzung auf, die es so auf der Erde nicht geben kann. Zusätzlich wurden die Bodenproben mit Material von unbemannten sowjetischen Mondmissionen verglichen. Es handelt sich also definitiv um Mondgestein. Aber, so argumentieren Skeptiker, das kann doch auch von Sonden zur Erde gebracht worden sein oder wurde als Mondmeteoriten auf der Erde gefunden!

Der erste Mondmeteorit wurde 1979 entdeckt und 1981 identifiziert. Etwa jeder 1200. Meteorit stammt überhaupt vom Mond. Und bis heute wurden gerade mal knapp 30 Kilogramm Mondgestein auf der Erde nachgewiesen. Also viel zu wenig. Die drei unbemannten Luna-Sonden der Sowjetunion brachten insgesamt 326 Gramm Mondgestein zur Erde. Um die fast 400 Kilogramm Mondgestein zur Erde zu bringen, hätte die NASA dutzende Sonden zum Mond schicken müssen, in aller Heimlichkeit.

Mondlandungsmythos 7
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 Bild vergrößern7 Die Astronauten könnten viel höher springen

Auf dem Bild springt der Astronaut John Young, als er neben der amerikanischen Flagge salutiert, etwa 44 Zentimeter hoch. Da der Mond jedoch deutlich kleiner ist als die Erde, herrscht dort eine sechsmal geringere Anziehungskraft. Demzufolge hätten die Astronauten Sprünge von bis zu zwei Metern machen können!

Der Sprung wurde auch mit einer Filmkamera aufgenommen. Dort ist zu erkennen, dass Young diesen Sprung, ohne Anlauf zu nehmen oder in die Hocke zu gehen, auf sandigem Boden und in einem vollständigen Anzug mit Versorgungsrucksack (etwa 85 Kilogramm) ausführt. Unter gleichen Bedingungen wäre so ein Sprung auf der Erde nicht möglich gewesen. Auch andere Bewegungsabläufe lassen sich so auf der Erden nicht simulieren. So richten sich die Astronauten aus kniender Haltung ohne viel Aufwand wieder auf. Nach einem Sturz auf die Mondoberfläche, katapultiert sich John Young aus einer Art Liegestütz wieder auf die Beine. Unvorstellbar wie dies auf der Erde und auch mit der damaligen Tricktechnik möglich gewesen sein soll.

Mondlandungsmythos 6
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 Bild vergrößern6 Kein Krater unter und kein Staub auf der Landefähre

Um auf dem Mond aufzusetzen, mussten die Mondlandefähren von immerhin 6000 Kilometern pro Stunde abgebremst werden und das dafür notwendige Abstiegstriebwerk dazu einen Schub von 45000 Newton erzeugen. Warum ist auf den Bildern nie ein Rückstoßkrater zu sehen, wie er zweifelsohne auf der Erde erzeugt würde? Und wieso findet sich kein aufgewirbelter Staub auf den Landefüßen der Mondfähre?

Selbst die Kritiker stimmen zu, dass der Mond keine Atmosphäre besitzt. Was also sollte dem ausströmenden Gas einen Widerstand entgegensetzen? Auf der Erde ist es die Luft, die strömende Gase turbulent werden lässt. Ohne Luft kann der Abgasstrahl jedoch viel weiter aufgefächert werden. Tatsächlich wird ein Großteil des Gases seitlich ausgestoßen, so dass jeder kleine Kraterrand, der vielleicht entstehen könnte, einfach weggepustet wird. Und auch die weggepusteten Staubpartikel verwirbeln sich nicht, sondern landen deutlich weiter weg, als wir das von der Erde gewohnt sind. Bei Apollo 11 kommt erschwerend hinzu, dass Armstrong kurz vor der Landung die Handsteuerung übernahm und ein Geröllfeld überflog, was zu einer eher horizontalen Landung führte. Der dabei aufgeschobene Mondstaub ist auf einigen Bildern an den Landefüßen zu sehen.

Mondlandungsmythos 5
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 Bild vergrößern5 Im Weltall gibt es tödliche Strahlung

Etwa alle elf Jahre erhöht sich die Aktivität der Sonnenausbrüche, und genau während eines Ausbruchmaximums fanden die Apolloflüge statt. Auf der Erde werden wir vom Van-Allen-Gürtel vor energiereichen Teilchen geschützt. Dieser bildet zwei Schichten in einer Höhe von 700 bis 6000 Kilometer sowie 15000 bis 25000 Kilometer, die vom Erdmagnetfeld erzeugt werden. Innerhalb dieser Schichten findet sich eine besonders hohe Konzentration energiereicher Teilchen, so dass ein zu langer Aufenthalt zu ernsten gesundheitlichen Folgen führen würde. Wie sollen die Astronauten da also durchgekommen sein?

Auch auf der Erde sind wir nicht vollständig vor intensiver Strahlung geschützt. Im Mittel erhält jeder Bundesbürger eine Strahlendosis von zwei Milisievert pro Jahr. Innerhalb des Van-Allen-Gürtels herrschen maximale Strahlungswerte von einem Sievert pro Stunde. Ab einer Dosis von 10 Sievert wird ein Mensch mit Sicherheit sterben. Sonnenwinde bestehen allerdings im Wesentlichen aus Heliumkernen, Protonen und Elektronen. Diese habe eine sehr geringe Eindringtiefe und lassen sich sicher schon von dünnen Materialschichten abschirmen. Hinter den Verkleidungen der Kommandokapseln waren daher maximal noch Spitzenwerte bis 50 Milisivert zu messen. Die Astronauten der Apollomissionen brauchten etwa eine Stunde, um den Van-Allen-Gürtel zu durchqueren. Die höchste Gesamtdosis erhielt dabei die Crew der Apollo 17. Mit neun Milisievert liegt aber auch diese noch weit unter der beispielsweise für Deutschland gültigen Maximaldosis von 20 Milisievert pro Jahr.

Mondlandungsmythos 4
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 Bild vergrößern4 Im Teleskop ist nichts zu erkennen

Wenn die Amerikaner auf dem Mond waren und dort sogar etwas so Großes wie die Abstiegsstufe der Mondlandefähre zurückgelassen haben, warum hat dann bisher kein Astronom mit seinem Teleskop ein Bild davon machen können?

Die Abstiegsstufe der Mondlandefähren misst im Durchmesser zwar immerhin ganze neun Meter, allerdings ist der Mond so weit entfernt, dass selbst das leistungsstarke Hubble-Weltraumteleskop derzeit nur Gegenstände ab 60 Meter Größe auf dem Mond abbilden kann. So etwas Kleines wie die Fahne oder auch ein Mondfahrzeug (Lunar Roving Vehicle (LRV) der Apollo 15 Mission) lassen sich daher nicht auflösen. Am 17. Juli 2009 veröffentlichte die NASA Bilder von fünf der sechs Landestelle der Apollomissionen. Diese wurden vom Satelliten Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen, der sich in einer Umlaufbahn in etwa 50 Kilometer Höhe befand. Hochauflösende Bilder der Apollo-11-Mission wurden im März 2012 veröffentlich. Aus knapp 24 Kilometer Höhe lassen sich neben dem Landemodul auch eine zurückgelassene Kamera und sogar die Fußabdrücke der Astronauten erkennen.

Mondlandungsmythos 3
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 Bild vergrößern3 Die Schatten verlaufen schräg

Auf einigen Aufnahmen sind Schatten zu sehen, die nicht parallel zueinander verlaufen. Mit der Sonne als einziger Lichtquelle, die auch noch sehr weit entfernt ist, müssten aber alle Schatten parallel verlaufen – auch auf dem Mond. Warum sieht das auf den Bildern dann trotzdem nicht so aus?

Zum einen ist die Oberfläche des Mondes keine plane Ebene. Unebenheiten verzerren die Schatten, so dass sie kürzer oder länger erscheinen oder einen anderen Winkel aufweisen. Da eine Kamera nur ein "Auge" hat, fehlen dreidimensionale Informationen, um allein vom Foto die Bodenbeschaffenheit korrekt zu bewerten. Der zweite Grund sind so genannte Projektionseffekte, die bei der Abbildung unserer dreidimensionalen Welt auf einen zweidimensionalen Film entstehen. Diese Effekte lassen sich gut beim Fotografieren von Bahnschienen erkennen. Am Horizont scheinen diese zusammenzulaufen, obwohl sie garantiert immer parallel verlaufen.

Und die Theorie einer zweiten Lichtquelle? Dort, wo zwei Lichtquellen sind, gibt es auch immer zwei Schatten, so etwas ist aber auf keinem der Mondbilder zu finden.

Mondlandungsmythos 2
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 Bild vergrößern2 Die Fahne flattert

Ohne Atmosphäre kein Wind und ohne Wind flattert keine Fahne. Und doch scheint die von den Astronauten aufgestellte US-Flagge auf einigen Filmaufnahmen zu flattern. Doch woher sollte der Wind im Fernsehstudio wehen?

Eine genauere Betrachtung der Filmaufnahmen zeigt, dass die Flagge immer nur dann flattert, wenn einer der Astronauten sie kurz zuvor berührt hat. Die etwas längeren Schwingungsbewegungen sind dabei auf die sechsfach geringere Gravitation als auf der Erde zurückzuführen, die auf das Material der Flagge wirkt. Zusätzlich zeigt der Vergleich von zwei kurz nacheinander aus der gleichen Position aufgenommenen Bilder (Bild 1 und Bild 2) die exakt gleiche "Wehbewegung". Tatsächlich ist der Stoff zusätzlich an einer Querstrebe befestigt, um den Eindruck einer wehenden Fahne zu erzeugen.

Mondlandungsmythos 1
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 Bild vergrößern1 Am Himmel fehlen die Sterne

Auf fast allen Mondbildern der Apollomissionen sind keine Sterne zu sehen. Dies wird von Verschwörungstheoretikern gerne als Beleg dafür angeführt, dass die Aufnahmen in einem Studio gemacht wurden. Doch warum sollte den Verantwortlichen überhaupt so ein leicht zu entdeckender Fehler wie fehlende künstliche Sterne an der Studiodecke unterlaufen?

Auf dem Mond – ohne eine störende Atmosphäre – würden wir einen fantastischen Blick auf einen vollen Sternenhimmel erwarten. Nur herrschte zu Zeiten der Mondlandungen immer Tag auf dem Trabanten. Die Mondoberfläche, die Astronauten und die Landefähre leuchteten durch die einfallende Sonne so stark, dass das schwache Licht der Sterne einfach unterging. Zusätzlich wies das verwendete Filmmaterial nur einen begrenzten Kontrastumfang auf. Erst bei längeren Belichtungszeiten würden auch Sterne auf den Bildern zu sehen sein, allerdings wäre dann alles andere unscharf und überbelichtet. Nicht viel anders verhält es sich übrigens auf der Erde: Selbst auf nächtlichen Langzeitaufnahmen von beleuchteten Objekten lassen sich meist keine Sterne erkennen.