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A Farewell to Rings

Cassinis letzter Blick auf Saturn

Zwei Tage vor dem geplanten Absturz fotografierte die Sonde ihren Planeten noch einmal in voller Pracht - und mit sechs seiner Monde.
Die Raumsonde Cassini ist am 15. September 2017 planmäßig auf den Saturn gestürzt. Bis dahin hatte die Mission mehr als ein Jahrzehnt lang einzigartige Aufnahmen und Daten vom Ringplaneten übertragen. Damit hat sie unser Bild von dem Gasriesen und seinen Begleitern revolutioniert.
Gesamtaufnahme des Saturnsystems, teilweise aufgehellt.

Abschiedsblick auf Saturn

Nach 13 Jahren bei Saturn, seinen Ringen und seinen Monden erstellte die Sonde Cassini aus etwa 1,1 Millionen Kilometern Entfernung dieses letzte Porträt des zweitgrößten Planeten im Sonnensystem. Insgesamt 42 (!) Aufnahmen aus einem Zeitraum von zwei Stunden kombinierte das Missionsteam zu einem Bild, das den Planeten mit seinen Ringen und einigen Monden zeigt. Dieses Bild ist teilweise künstlich aufgehellt, damit man die sechs Trabanten im Bild – Enceladus, Epimetheus, Janus, Mimas, Pandora und Prometheus – besser erkennen kann. Zwei Tage nach diesen Aufnahmen, am 15. September 2017, stürzte die Sonde planmäßig in die Planetenatmosphäre und verglühte dort. Die von Cassini gemachten Entdeckungen werden die Forschung allerdings noch auf Jahrzehnte beschäftigen. Highlights der Mission waren unter anderem die Entdeckung von Regen, Flüssen und Seen auf dem Mond Titan und die Landung der ESA-Sonde Huygens auf seiner Oberfläche, die Eisfontänen des Enceladus, die die Existenz eines Ozeans unter der Kruste bewiesen, sowie die Entdeckung gigantischer Wirbelstürme an den Polen des Saturn.

47/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 47/2017

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