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Galaktischer Nebel CG4: Das Maul des Biests

Es sieht aus wie ein riesiges leuchtendes Maul, das sich im Weltall öffnet. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen eher lichtschwachen galaktischen Nebel.
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Die kometenartige Globule CG4

Grell in Rot und Gelb scheint sie im All zu strahlen – doch in Wirklichkeit ist die kometenartige Globule CG4 ein eher lichtschwacher galaktischer Nebel, dessen genaue Beschaffenheit die Astronomen weiterhin vor Rätsel stellt. Und mit Kometen haben diese Erscheinungen ebenfalls wenig zu tun, auch wenn ihre Form bisweilen entfernt daran erinnert. Tatsächlich handelt es sich dabei um kleine, räumlich eng begrenzte Gaswolken, in denen Sterne entstehen. Umgeben sind sie wiederum von heißem, ionisiertem Material. Das gilt auch für CG4, die mitunter als "Hand Gottes" bezeichnet wird und sich 1300 Lichtjahre von uns entfernt befindet – im Sternbild "Achterdeck des Schiffs". Sichtbar werden Globulen nur, wenn sie von benachbarten Sternen angestrahlt werden. Unklar ist noch, wie sie sich entwickeln: Womöglich entstanden sie aus kugelförmigen Nebeln, die durch nahe Supernova-Explosionen zerrissen und umgeformt wurden. Anderen Theorien zufolge schufen Sternwinde und die ionisierte Strahlung heißer, sehr massereicher Sterne die Kometenform.

5. KW 2015

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 5. KW 2015

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