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Der ganze Himmel in Farbe

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Ganzes All in Farbe

Nach einem Jahr im All liefert das Weltraumteleskop "Planck" nun seine erste hochauflösende Gesamtansicht des Himmels: Hinter der dominanten Hauptscheibe der Milchstraße und den darüber hinaus ragenden Staubwolken reicht der Blick bis zum Nachglühen der kosmischen Hintergrundstrahlung aus den Anfängen des Alls vor 13,7 Milliarden Jahren.

Unterschiedlich dichte und warme Bereiche des Universums sind auf dem Planck-Bild in unterschiedlichen Farben dargestellt, erklären die Forscher der europäischen Weltraumorganisation ESA: sie komponierten die Ansicht aus sämtlichen vom Instrument aufgezeichneten Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums zwischen 30 und 857 Gigahertz. Deutlich zu erkennen sind auf den ersten Blick das helle galaktische Zentrum und die gigantischen Molekülwolken von Orion und Perseus – beides besonders aktive Sternbildungsregionen; außerdem die Große und die Kleine Magellansche Wolke als kleinere Satelliten unserer Heimatgalaxie.

Jenseits dieser lokalen Gruppe von (verhältnismäßig) nahen Sterneninseln sieht Planck aber auch hunderte extragalaktischer Radioquellen in bislang kaum erreichten Details (zwei in der Nordhemisphäre des Himmels sind eingekreist: Centaurus A und 3C 27). Die im Hintergrund rauschende Mikrowellenstrahlung aus der Zeit kurz nach dem Urknall ist zu erkennen, wo der Vordergrund sie nicht überstrahlt – vor allem erkennt man aber ober- und unterhalb der galaktischen Scheibe ausgedehnte diffuse Gas- und Staubwolken.

Planck startete gemeinsam mit dem Weltraumteleskop Herschel im Mai 2009. Bis zum Ende seiner Dienstzeit – welches durch den begrenzten Kühlmittelvorrat auf das Jahr 2012 terminiert ist – soll Planck den Himmel mehrmals komplett in bisher nicht erreichter Genauigkeit kartografieren. (jo)

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