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Erdbeobachtung: Der Gipfel der Wolkigkeit

Viele Regionen der Erde sind zumindest zeitweise von Wolken bedeckt. Doch wann sieht man dort die Sonne am seltensten?
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Globale Wolkenkarte

Zu welcher Zeit des Jahres sind die Wolken am dichtesten? Das hängt vom vorherrschenden Klima und Breitengrad ab – und kann Aufschlüsse darüber geben, welche Ökosysteme in einer Region dominieren können und wo deren Grenzen liegen. Wissenschaftler der NASA haben daher über 15 Jahre hinweg die Daten zur Wolkenbedeckung zusammengetragen (helles Gelb bis Orange umfasst die Zeit von Juni bis Oktober, Pink bis dunkles Blau reicht von November bis Februar, helle Blautöne stehen für die Monate März bis Mai). Wenig überraschend gehören die immerfeuchten Tropen mit ihren Gebirgen zu den wolkigsten Regionen, in denen Regen- und Nebelwälder gedeihen. Dennoch gibt es auch hier Zeiten, in denen das Grau (oder Weiß) am Himmel noch dichter ist als sonst. In Mitteleuropa ist dies wenig überraschend der Winter, wenn im langjährigen Mittel viele Tiefdruckgebiete vom Atlantik hereinziehen und Regen oder Schnee bringen. In Indien fällt dagegen der Höhepunkt der Bewölkung mit dem sommerlichen Monsun zusammen, während die winterliche Trockenheit – zumindest außerhalb der vom Smog geplagten Städte – mit einem meist ungetrübten Blick auf die Sonne einhergeht. Spannend sind die Verhältnisse im nordwestlichen Afrika, wo sich auf kleinem Raum die Bedeckungsgrade jahreszeitlich stark unterscheiden. Die Gebirge erhalten eher sommerliche Gewitterniederschläge, während die angrenzenden Ebenen von weit südlich ziehenden Tiefs beeinflusst werden.

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