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Wildlife Photographer of the Year: Die Tanne und die Tigerin

Der Baum scheint es der Raubkatze angetan zu haben. Sie kann dort nämlich ihre Duftmarke hinterlassen. Das Bild aus Sibirien hat nun einen renommierten Fotopreis gewonnen.
»Die Umarmung«. So hat Sergey Gorshkov sein Foto von einer Sibirischen Tigerin genannt.

Die Umarmung

Im fernen Osten Russlands soll es noch zwischen 500 und 600 Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica) geben. Die Raubkatzen sind nicht nur stark vom Aussterben bedroht, sondern müssen auch in einem weit reichenden Gebiet umherstreifen, um Beute zu finden. Denn der Mensch macht ihnen zudem Hirsche und Wildschweine streitig. Wie viele Exemplare der Tiger-Unterart es noch gibt, berechnen Experten aus den Ergebnissen von Kamerafallen, wie das Natural History Museum in London berichtet. Auf diesem Weg ist es auch dem Fotografen Sergey Gorshkov gelungen, die Tigerin oben aufzunehmen. Das Tier reibt sich an einer Mandschurischen Tanne, genauer gesagt, die Tigerin streift mit ihren Duftdrüsen über die Borke und markiert den Baum. Um einen Blick auf die Raubkatze zu erhaschen, spürte der Russe Stellen auf, an denen die Tiere Haare, Duftstoffe oder Urin hinterlassen hatten. Dort stellte er im Januar 2019 Kamerafallen auf. Elf Monate später gelang ihm dann diese Aufnahme im sibirischen Leopardenland-Nationalpark.

Mit seinem Bild ist der Russe jetzt zum »Wildlife Photographer of the Year 2020« gekürt worden. Den jährlichen Fotowettbewerb veranstaltet das Natural History Museum, wo die Gewinnerbilder anschließend auch ausgestellt sind. Wie das Museum berichtet, seien für das Jahr 2020 mehr als 49 000 Fotos eingegangen.

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