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Saturnmond Titan: Eine Libelle für den Saturnmond Titan

Die NASA-Raumsonde Dragonfly (Libelle) soll im Jahr 2028 zum Saturnmond Titan aufbrechen, dem einzigen Planetenmond mit einer dichten Atmosphäre. Die Helikopterdrohne wird im Jahr 2034 bei Titan ankommen.
Ein Satellit wird in einer großen, hell erleuchteten Werkshalle montiert. Der Satellit ist an mehreren roten Gurten aufgehängt und zeigt komplexe mechanische Strukturen und Verkabelungen. Im Hintergrund sind Werkzeuge und Ausrüstungen sichtbar. Die Umgebung wirkt industriell und technisch.

Hubschrauber für Titan

Im Jahr 2028 soll die Helikopterdrohne Dragonfly (deutsch: Libelle) der NASA auf den Weg zum größten Saturnmond, Titan, gebracht werden, dem einzigen Planetentrabanten im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Die Ankunft der NASA-Drohne ist derzeit für das Jahr 2034 geplant. Dragonfly ist ein Quadkopter mit vier Doppelrotoren und bezieht seine Energie aus einem Radioisotopengenerator (RTG), da die Atmosphäre von Titan durch dichte Dunstschichten sehr trübe und dunkel ist. Zudem sorgt die Abwärme des RTGs für die Beheizung der Sonde und ihrer Ausrüstung, weil auf Titan die mittlere Temperatur bei –180 Grad Celsius liegt. Auf dem Saturnmond herrscht ein Luftdruck von 1,5 Bar, die zu mehr als 90 Prozent aus Stickstoff bestehende Atmosphäre ist sehr ausgedehnt, da Titan nur etwa ein Fünftel der Erdschwerkraft aufweist. Somit kann in dieser dichten Atmosphäre schon mit mäßiger Antriebsleistung leicht geflogen werden.

Dragonfly ist mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Sensoren und Instrumenten ausgestattet, darunter Kameras zur Oberflächenerkundung und Navigation sowie Massenspektrometer zur Analyse der Atmosphärengase. Der hier im Reinraum sichtbare Sondenkörper ist etwa vier Meter lang, die silbernen Rotoren sind nur Massenattrappen und dienen dem Test der Gesamtstruktur. Sie wurde im Juli 2026 am Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, fertiggestellt und der NASA zum weiteren Ausbau übergeben. Unterhalb der kastenförmigen Struktur sind die Landekufen der Sonde zu sehen, auf denen sie bei den Oberflächenuntersuchungen aufsetzt und die Nacht auf Titan verbringt.

In den kommenden Monaten werden die mechanischen, thermischen und elektrischen Systeme in die Struktur eingebaut, darunter zum Beispiel komplexe Kabelbäume, welche die elektrischen Geräte miteinander verbinden. Letztere werden erst danach montiert. Auch die 87 Zentimeter große Scheibenantenne zur Kommunikation und Datenübermittlung von und zur Erde wurde bereits installiert. Sie arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie die Antenne für das Starlink-Satellitennetzwerk. Bei einer klassischen, schüsselförmigen Parabolantenne bestünde auf Titan die Gefahr, dass sich in ihr unerwünschte Ablagerungen bilden könnten, welche die Datenübermittlung stören würden.

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