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Ein ganz normaler Sternhaufen

Arches-Sternhaufen

Rund 25 000 Lichtjahre von uns entfernt, nahe des Zentrums unseres Milchstraßensystems, befindet sich im Sternbild Schütze der Arches-Sternhaufen. Er erstreckt sich über rund drei Lichtjahre und enthält pro Kubiklichtjahr mehr als 1000 Sterne. Mit Hilfe einer adaptiven Optik am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile gelang es nun, ihn so detailliert wie nie zuvor abzulichten.

Forscher nutzten die neuen Daten, um Informationen über die Massenverteilung im Arches-Sternhaufen abzuleiten. Dabei zeigte sich bislang in allen offenen Sternhaufen das gleiche Bild: Auf einen enorm massereichen Stern von 20 Sonnenmassen oder mehr kommen mehrere hundert Sterne mit wesentlich geringeren Massen. Nur der Arches-Sternhaufen schien von dieser klassischen Verteilung abzuweichen und überwiegend aus massereichen Sternen zu bestehen. Wissenschaftler vermuteten, die besonderen Bedingungen im Zentrum der Galaxis seien dafür verantwortlich. Hohe Gasdichten und ein hoher Gehalt an schweren Elementen könnten etwa die Bildung massereicher Sterne bevorzugen.

Die neue Aufnahme zeigt jedoch, dass sich auch der Arches-Sternhaufen an die Massenverteilungsregel hält. Erstmals konnten die Astronomen Hunderte von masseärmeren und damit wesentlich leuchtschwächeren Sternen nachweisen. Der massereichste Stern im Arches-Haufen kommt auf 120 Sonnenmassen, die masseärmsten Sterne auf 0,08 Sonnenmassen.

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