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Pompeji

Ein Pferd in der Asche

Eigentlich waren sie nur den Tunneln von Raubgräbern nachgegangen, am Ende machten italienische Archäologen einen Fund mit Seltenheitswert.
Gipsabguss eines Pferdes aus Pompeji

Ende eines Statussymbols

Mit seiner – für damalige Verhältnisse – beachtlichen Schulterhöhe von 1,50 Metern war dieses Ross wohl mehr als nur ein übliches Arbeitspferd. Vielleicht diente es seinem Besitzer als Reittier für Paraden oder kam im Rennsport zum Einsatz. Kauf und Unterhalt dürften den unbekannten Besitzer ein hübsches Sümmchen gekostet haben. Doch beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. endete das Leben dieses noblen Tiers genauso wie das vieler anderer Bewohner Pompejis.

Den Hohlraum, den es in der verfestigten Vulkanasche zurückließ, haben Archäologen nun mit Gips ausgefüllt, so dass die Form des Tiers wieder zum Vorschein kommt. Es ist das erste Pferd, das bei den Ausgrabungen in der antiken Stadt gefunden wurde. Wie die für Pompeji zuständige italienische Denkmalschutzbehörde mitteilt, liegt das Pferd auf dem Gelände der Civitas Giuliana außerhalb des eigentlichen archäologischen Parks. Mitarbeiter hatten hier Geheimgänge erforscht, die Raubgräber unter das Areal getrieben hatten. Weitere Untersuchungen förderten dann neben Gegenständen des täglichen Bedarfs wertvolles bronzenes Zaumzeug zu Tage – auch dies ein Hinweis auf die Bedeutung, die das Pferd für den Besitzer gehabt haben dürfte.

20/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 20/2018

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