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Feuchtgebiete: Doñana in Gefahr

Nicht nur Feuer bedrohen den weltberühmten Nationalpark im Süden Spaniens. Auch exzessive Wasserentnahme. Doch Fischteiche sollen ihn schützen helfen.
Wallfahrtskirche vor Feuchtgebiet in El Rocio am Rande des Doñana-Nationalparks

Fischzuchtteiche am Rande des Doñana-Nationalparks

Ende Juni bedrohte ein großer Waldbrand den Doñana-Nationalpark in Andalusien – eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Westeuropas. Kurz vor der Parkgrenze konnte das Feuer gestoppt werden, doch sind Flammen nur ein Teil der Risiken, denen das Naturschutzgebiet ausgesetzt ist. Auf Dauer verheerender könnte sich zum Beispiel der immense Wasserverbrauch in der Region auswirken. Riesige, und teils illegal angepflanzte, Erdbeerfelder graben dem Doñana buchstäblich das Wasser ab. Auch Reisfelder benötigen Einiges vom kostbaren Nass, dass der Guadalquivir in die Region bringt. Doch immerhin gibt es auch Initiativen, die dem Park helfen sollen, wie auf diesem Bild aus der ISS zu erkennen ist. Die großen Rechtecke in verschiedenen Grünfärbungen sind Fichzuchtteiche, die das ursprüngliche Feuchtgebiet im Einzugsbereich des Reservats imitieren sollen. Nahrung liefert das Flusswasser, sie kommen ohne Zusatzfutter und mit weniger Antibiotika aus. Und es ist einkalkuliert, dass Wasservögel bis zu einem Fünftel des Besatzes fressen können und dürfen. Diese Art der Nutzung soll langfristig den Reisanbau und Viehzucht ablösen.

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