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Fliegen: Geboren, um zu landen

Starteten Vögel und ihre Vorläufer vom Boden oder stürzten sie sich aus Bäumen in die Luft? Fallende Steinhühner scheinen die Antwort zu geben.
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Fallendes Steinhuhn

Wie hoben sich die ersten Vögel und ihre Vorläufer in die Lüfte: Rannten sie auf dem Boden und flatterten dabei wild mit den Flügeln? Oder stürzten sie sich von einem Ast in die Tiefe, bis ihre Schwingen sie wieder empor trugen? Seit mindestens 250 Millionen Jahren können die Tiere jedenfalls fliegen, doch diese Frage ist noch ungeklärt – möglicherweise bis jetzt. Denn Zeitlupenaufnahmen von fallenden Steinhuhnküken deuten an, wie sich das Flugverhalten entwickelt haben könnte, so Dennis Evangelista von der University of North Carolina in Chapel Hill und seine Kollegen: Sie haben beobachtet, dass schon wenige Tage nach dem Schlüpfen alle Jungtiere sicher auf den Beinen landen, wenn sie aus bestimmten Höhen auf den Boden fallen – selbst wenn sie anfänglich mit dem Rücken voran stürzen.

Während des Sturzes sorgen sie mit asymmetrischen Flügelschlagbewegungen dafür, dass sich ihr Körper dreht und sie mit den Füßen voran fallen – wobei das Flattern zusätzlich die Fallgeschwindigkeit verringert. Selbst rudimentäre Schwingen leisteten dies und ermöglichten so auch den gefiederten Sauriervorfahren der Vögel wahrscheinlich eine sichere Landung, so die Biologen. Und ausgehend von diesem Flattern entwickelte sich im Laufe der Zeit dann das sichere Fliegen – bis hin zu den heutigen Seglern, die fast ihr gesamtes Leben ausschließlich in der Luft verbringen.

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