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Parasiten: Geisterhafte Killer-Amöbe

Sie dringt ins Hirn ein und zerstört es, um sich vom entstehenden Zellbrei zu ernähren. Zu diesem Verhalten passt perfekt ihr gespenstisches Aussehen.
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Amoebastome von Naegleria fowleri

Naegleria fowleri, auch als hirnfressende Amöbe berüchtigt, dringt über die Nase und den Riechnerv ins Gehirn ein und verursacht dort die primäre Amöben-Meningoenzephalitis. Dabei löst die Amöbe langsam das Gehirngewebe auf. Die entstehende Suppe verschlingt sie dann mit den im Bild sichtbaren weißen Ringen, den Amoebastomen.

Diese seltsamen Strukturen wurden bei N. fowleri erstmals beschrieben – sie vermitteln eine bis dahin unbekannte Form der Phagozytose. Die seltsamen Saugnäpfe sind permanente Strukturen an der Oberfläche des Mikroorganismus, und ihre Zahl schwankt zwischen den einzelnen Stämmen und Populationen. Je weniger Amoebastome ein Erregerstamm allerdings hat, desto aggressiver ist er gegenüber Säugetieren.

42. KW 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 42. KW 2014

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