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Artensterben: George, die letzte Schnecke

George ist tot - und wird betrauert. Denn mit ihm ging ein Stück hawaiianischer Evolutionsgeschichte.
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George, die Baumschnecke

Achatinella apexfulva war wohl die erste Schnecke von den Hawaii-Inseln, die wissenschaftlich beschrieben wurde: Ihr erster Nachweis für die Biologie geht auf das Jahr 1787 zurück, als Kapitän George Dixon ein Gehäuse auf traditionellem Schmuck überreicht bekam. Doch leider ist sie auch die erste Schneckenart der Inselkette, die nach bisherigem Kenntnisstand offiziell ausstarb: Im Alter von 14 Jahren verschied George in seinem Terrarium in der University of Hawaii, wie das Hawaii Department of Land & Natural Resources mitteilte. Benannt wurde das Tier nach der Riesenschildkröte »Lonesome George« aus dem Galapagos-Archipel, die ebenfalls das letzte Exemplar ihrer Art war. Achatinella apexfulva lebte ursprünglich in den Bergen der Insel Oahu, wo sie einst weit verbreitet war. Wegen eingeschleppter Fressfeinde nahm ihre Zahl jedoch rapide ab, weshalb 1997 zehn Tiere in menschliche Obhut gebracht wurden, um sie nachzuzüchten. George war ein Nachkomme, doch starben alle anderen in der Folge – ohne weiteren Nachwuchs. Ein Stück George wurde allerdings eingefroren. Vielleicht kann man seine Art in Zukunft daraus wieder klonen.

02/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 02/2019

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