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Hungrige Mäuler

Hungermund

Küken

Schon im Ei wusste dieses Küken, in welche Welt es hineinschlüpfen wird. Relativer Wohlstand und ausreichend Futter? Oder eher Mangelwirtschaft mit bisweilen knurrendem Magen? Über die Hormonfracht, die ihre Mütter ihnen in den Eiern mitgaben, ahnen sie voraus, ob diese nach der Geburt genügend Futter heranschaffen können.

Bei entsprechend leistungsfähigen Müttern betteln sie deshalb stärker als unterer schwächerer Obhut, wie Camilla Hinde von der University of Cambridge und ihre Kollegen beobachtet haben. Lautstärke und Dauer des Gepiepses vermitteln den Eltern wiederum, wie es um Gesundheit und Wachstum des Kükens bestellt ist. Der Dauereinsatz am hungrigen Schnabel hat jedoch seinen Preis: In der nächsten Saison reduzieren die stark engagierte Vogeldamen die Zahl ihrer Eier – während ihre weniger beanspruchten Artgenossinnen zulegen können.

Diese Hormon-Bettel-Kommunikation sorge deshalb dafür, dass die Kanarienvögel stets eine optimale Eierzahl legen – damit auch ja alle Mäuler ausreichend gestopft werden können. (dl)

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