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Gletscher: Erster Zuwachs seit 20 Jahren

Auch auf Island wird es wärmer und schmelzen die Gletscher. Doch 2015 macht davon eine Ausnahme, wie das Thjórsárjökull-Eisschild zeigt.
Island im November

Island im November

Island fast völlig wolkenfrei – das ist ein seltener Anblick. Zunehmend zur Gewohnheit wird jedoch, dass die Insel im Nordmeer noch im November vielerorts grün und braun ist. Denn verglichen mit den Jahrzehnten vor 1990 nahm die herbstliche Schneebedeckung in den letzten Jahren deutlich ab. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Temperaturen auf Island, weshalb die Gletscher gleich doppelt leiden: Mit der Wärme schmelzen sie schneller dahin, und es verringert sich der Eisnachschub im Winter, weil es weniger schneit. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren macht 2015 davon nun jedoch wieder eine Ausnahme: Der letzten Winter brachte den isländischen Eisschilden 25 bis 60 Prozent mehr Schnee als mittlerweile üblich – und ein unterkühlter Sommer taute davon nur wenig ab. Erst im September und Oktober änderte sich das Bild, als mildes Wetter die Schmelze wieder beschleunigte – zu spät allerdings, um die Bilanz erneut in die roten Zahlen rutschen zu lassen.

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