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James Webb Space Telescope: Felslandschaft aus Staub und Sternen

Das James Webb Space Telescope bietet Einblicke in das Universum wie nie zuvor. Eine der ersten Aufnahmen zeigt eine Sternengeburtsstätte in ungeahnten Details.
Der Carinanebel NGC 3324, abgelichtet vom James Webb Space Telescope

Kosmische Klippen

Der Carinanebel ist ein riesiger, rund 200 Lichtjahre ausgedehnter Nebelkomplex. Er befindet sich rund 7600 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Schiffskiel am Südhimmel. Mit Hilfe des James Webb Space Telescope (JWST) ist es Forscherinnen und Forschern nun gelungen, einen Teil der Sternentstehungsregion namens NGC 3324 in bislang unerreichter Auflösung abzulichten. Das Bild zählt zu den ersten fünf Aufnahmen des Weltraumteleskops, welche die beteiligten Wissenschaftlerteams am 12. Juli 2022 veröffentlichten.

Das Infrarotinstrument NIRCam des Teleskops lässt den Nebel, in dem stetig dichte Wolken aus Gas und Staub neue Sternsysteme hervorbringen, so plastisch aussehen, dass er fast wie eine zerklüftete Felslandschaft wirkt. Dabei konnte es erstmals auch Sterne aufspüren, die bei Beobachtungen im sichtbaren Lichtspektrum bislang verborgen geblieben waren. Manche von ihnen schießen Materiestrahlen, auch Jets genannt, heraus.

Im Bild nicht zu sehen, ist eine Ansammlung junger heißer Sterne, die sich jenseits des oberen Bildrands befinden. Ihre energiereiche UV-Strahlung erodiert Gas und Staub des Nebels und formt die markanten Klippen.

Mehr zum James Webb Space Telescope und den ersten Bildern lesen Sie hier.

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