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Schwarzfußiltisse: Klon zur Rettung

Schwarzfußiltisse sind vom Aussterben bedroht. Um die Art zu retten, greifen Biologen auch auf tiefgefrorene Zellen zurück.
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Elizabeth Ann

Seuchen, Zerstörung der Prärie und Ausrottungskampagnen gegen ihre liebste Beute, die Präriehunde: Schwarzfußiltisse hatten es wie viele andere Tierarten nicht leicht mit uns Menschen. Nur durch engagierte Schutzmaßnahmen konnten die kleinen Marder gerettet werden. Ihre genetische Vielfalt ist jedoch relativ gering, da der Bestand mit lediglich sieben Tieren neu gezüchtet werden konnte. Dank der Weitsicht einiger Fachleute wurden aber vor mehr als 30 Jahren Gewebeproben von Schwarzfußiltissen eingefroren, die der Art heute helfen können, wie der US Fish and Wildlife Service berichtet.

Aus den Zellen eines Weibchens namens Willa klonte das Team der Behörde das Jungtier Elizabeth Ann, das die einzigartigen Gene seiner Vorfahrin später in die Population eintragen könnte. Willa brachte keine Jungtiere zur Welt, so dass ihr Genom nur eingefroren erhalten blieb. Wenn die genetische Vielfalt einer Art verarmt, wird ihr Bestand unter anderem anfälliger für Krankheiten, was ihr Überleben zusätzlich gefährdet. Nach Elizabeth Ann sollen noch weitere Klone folgen, um damit die Schwarzfußiltisse robuster für die Zukunft zu machen.

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