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Medusae-Fossae-Formation

Um den seltsamen Mars-Sedimenten auf die Spur zu kommen, setzten Wissenschaftler die europäische Raumsonde Mars Express auf die so genannte Medusae-Fossae-Formation an und bestimmen so die elektrischen Eigenschaften des Materials. Sie scheint geologisch jünger zu sein als der Rest des Planeten, denn Einschlagkrater sind selten in diesem Gebiet. Zudem schluckt der Boden hier mancherorts Radarwellen einer bestimmten Frequenz.

Das Instrument an Bord von Mars Express sendet allerdings in Frequenzbereichen, welche die Ablagerungen größtenteils durchdringen und an der darunter liegenden Bodenschicht reflektiert werden. Aus den Daten erstellten die Forscher das obige Bild. Der farbige Bereich stellt eine topografische Karte der Region dar, während im unteren Bereich die Radardaten des Untergrundes zu sehen sind. Anhand der Messungen vermuten die Forscher, dass es sich um ein Material mit geringer Dichte handelt. Wie eine derart poröse Substanz mehrere Kilometer dick geschichtet sein kann, ohne unter dem Gewicht der darüber liegenden Massen zusammengepresst zu werden, ist ihnen bislang jedoch unklar.

Für Wassereis sprechen bislang nur die elektrischen Eigenschaften der Sedimente. "Wenn es am Mars-Äquator Wassereis gibt, dann muss es mindestens mehrere Meter tief unter der Oberfläche begraben sein", erläutert Jeffrey Plaut vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa. Ansonsten würde es sofort verdampfen. Trotz der neuen Erkenntnisse, scheinen die Forscher also noch weit entfernt davon, das Rätsel der Medusae-Fossae-Formation zu lösen.

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