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Komet: Komet 220P nach seinem Ausbruch noch immer aktiv

Seit dem 6. August 2026 leuchtet Komet 220P/McNaught erheblich heller am Himmel. Schuld daran ist ein Ausbruch, bei dem Gas und Staub freigesetzt wurden.
Ein leuchtender Komet mit einem langen, schimmernden Schweif zieht durch den Weltraum, umgeben von zahlreichen funkelnden Sternen. Der Kometenkern ist von einer grünlichen Koma umgeben, die sich in den dunklen Hintergrund des Universums erstreckt. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Bewegung und Weite im Kosmos.

Komet 220P/McNaught leuchtet heller

Seit seinem Ausbruch am 6. August 2026 leuchtet der periodische Komet 220P/McNaught beträchtlich heller als zuvor. Er steigerte seine Helligkeit um sechs Größenklassen, also um einen Faktor 256. Die Ursache für diesen enormen Anstieg ist noch nicht bekannt. Mögliche Szenarien sind der Ausbruch von Gas und Staub durch im Inneren des Kometenkerns gespeicherte Wärme, die sich bei seiner dichtesten Annäherung an die Sonne langsam vorgearbeitet hat. Auch teilweises Auseinanderbrechen des Kerns ist denkbar, bei dem sich ein Fragment von diesem abspaltet. Davon ist auf den Bildern aber bislang nichts zu sehen.

Diese schöne Aufnahme des Kometen stammt vom Astrofotografen Michael Jäger, der den Schweifstern vom Astronomischen Zentrum Martinsberg in Österreich aus abgelichtet hat. Vor dem Ausbruch erschien 220P eher als unauffälliger, grünlicher Fleck mit Schweif, nun lassen sich viel mehr Einzelheiten erkennen. Eine rundliche, blaugrüne Gashülle, die Koma, umgibt den nicht direkt sichtbaren Kern. Besonders eindrucksvoll ist die graurötliche Struktur im Inneren, die aus freigesetztem Staub besteht. Ein schwacher, nach rechts unten weisender Staubschweif rundet die Erscheinung ab. Es lässt sich nicht voraussehen, wie sich Komet 220P weiter verhalten wird. Er könnte nach und nach wieder leuchtschwächer werden und einfach verblassen – oder es kommt zu weiteren Freisetzungen von Gas und Staub.

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