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Wetter: Luftverschmutzung fördert Monsterzellen

Starkregen hat in den letzten Wochen viele Regionen Deutschlands heimgesucht. Eine bislang wohl eher vernachlässigte Ursache könnten Aerosole sein.
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Gewitterzelle

Nein, dieses Bild zeigt keine Unwetterwolke aus Deutschland, wie sie in den letzten Wochen häufig über das Land gezogen sind. Die riesigen Gewitterzellen sind aber nicht nur die Folge des Aufeinandertreffens von kalten und warmen, feuchten Luftmassen. Auch Aerosole scheinen ihren Beitrag zu leisten. Die Schmutzpartikel in der Atmosphäre verlängern die Lebensdauer der Wolken um Stunden, wie Sudip Chakraborty von der University of Texas und sein Team gemessen haben: Die Aerosole bilden die Kondensationskerne für den Wasserdampf in der Luft. Er lagert sich daran an, und Tropfen wachsen heran, bis sie zu groß und schwer werden. Dann beginnt es zu regnen. Gibt es jedoch sehr viele Partikel wie Ruß, Staub oder Pollen, bilden sich sehr viel mehr Tropfen – und es dauert entsprechend länger, bis sie genügend Masse haben, um auszufallen. Die Gewitterwolke wächst entsprechend auch länger und wird mächtiger. Wie stark die Lebenserwartung der Gebilde steigt, hänge jedoch weiterhin von den örtlichen meteorologischen Bedingungen ab, so der Geowissenschaftler: Sie dominieren alles andere.

24/2016

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 24/2016

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