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Erdfinsternis: Marsmond Phobos bedeckt die Erde

Der NASA-Rover Perseverance beobachtete am 2. Juli 2026 von der Marsoberfläche aus die Bedeckung der Erde durch den Marsmond Phobos. Dies ist die erste Beobachtung von der Oberfläche eines anderen Planeten überhaupt.
Eine Serie von Aufnahmen zeigt die Phasen des Marsmonds Phobos in einer klaren Nacht. Ein kleiner blauer Punkt, anfangs links oberhalb von Phobos, ist die Erde, die im fünften Bild von links von Phobos bedeckt wird. Danach ist sie rechts unterhalb von ihm wieder zu sehen. Der Hintergrund ist ein dunkler Nachthimmel mit vereinzelten Sternen.

Phobos schiebt sich vor die Erde

Seit mehr als sechs Jahren befindet sich der NASA-Rover Perseverance auf dem Mars und erkundet seitdem seine Umgebung mit einer Vielzahl von Kameras und Sensoren. Am 2. Juli 2026 gelang mit ihm eine Premiere: Zum ersten Mal wurde von der Oberfläche eines anderen Planeten die Bedeckung der Erde durch einen Mond dokumentiert. Die Aufnahmen entstanden in der lokalen Abenddämmerung auf dem Mars, als sich der innere Marsmond Phobos vom Standort von Perseverance vor die Erde schob und sie für wenige Sekunden bedeckte.

Zu dieser Zeit trennten Erde und Mars 314 Millionen Kilometer, das ist mehr als die doppelte Distanz von der Erde zur Sonne. Die Sonne erscheint auf diesen Bildern als blauer Punkt, der sehr viel leuchtschwächere Erdmond ist auf diesen Aufnahmen nicht sichtbar. Phobos ist der Planetenmond mit dem geringsten Abstand zu seinem Mutterplaneten, lediglich etwa 6000 Kilometer trennen ihn von der Marsoberfläche. Obwohl er nur eine maximale Länge von 27 Kilometern hat, erreicht durch den geringen Abstand sein Durchmesser am Marshimmel ungefähr ein Drittel der Vollmondscheibe.

Er erscheint hier als sehr schmale Sichel, die restliche Scheibe ist durch das am Mars reflektierte Licht ein wenig aufgehellt. Einem menschlichen Beobachter auf dem Roten Planeten würde auffallen, dass Phobos nicht als runde Scheibe erscheint, sondern eine unregelmäßige, kartoffelartige Form aufweist. Allerdings ist ein Vollphobos nicht zu sehen, da der kleine Trabant dann immer in den Planetenschatten eintritt. Da Phobos in nur 7 Stunden und 40 Minuten den Mars umrundet, ist er erheblich schneller als die Rotation des Roten Planeten von 24 Stunden und 37 Minuten. Somit geht er bis zu dreimal am Tag am Marshimmel auf, wobei er im Westen aufsteigt und im Osten hinter dem Horizont versinkt.

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