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Galapagos-Inseln: Mit Drohnen gegen Ratten

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Drohneneinsatz

Ratten auf Inseln bedeutet meist kein gutes Ende – zumindest für die dort heimische Tier- und Pflanzenwelt. Um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen, versuchen Ökologen daher regelmäßig die Nagetiere wieder loszuwerden. Meist geschieht das mit Gift, das aber entweder mühsam mit der Hand oder teuer mit dem Hubschrauber ausgebracht werden muss. Doch womöglich gibt es bald eine einfache und relativ billige Alternative. Auf der Galapagosinsel Seymour Norte setzen Naturschützer auf Drohnen, um die eingeschleppte Rattenplage wieder loszuwerden, wie »Nature« berichtet. Eigentlich war das Eiland seit 2007 rattenfrei, doch wurden 2018 gleich zwei Rattenarten vor Ort festgestellt, was die Alarmglocken schrillen ließ. Die wenig wählerischen Tiere fressen Vogeleier und Pflanzensamen, und schädigen dadurch seltene Arten, weswegen sie schnell wieder ausgerottet werden sollen. Zu diesem Zweck flogen ab Mitte Januar 2019 zwei Drohnen über eine Hälfte von Seymour Norte, um Gift auszulegen, während Ranger die andere Hälfte des Eilandes bearbeiteten. Der Vergleich soll am Ende zeigen, welche Variante günstiger und effektiver zum Ziel der Ratteneliminierung führte.

05/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 05/2019

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