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Bilder der Woche: Verborgen im Offensichtlichen

Die Gewöhnliche Rundblattnase galt als weit verbreitet in Afrika. Nun zeigen Genanalysen: Es gibt mehrere unterschiedliche Arten, die nur sehr ähnlich aussehen.
Laut neuer Untersuchungen gibt es acht verschiedenen Abstammungslinien der  Hipposideros caffer besteht, drei davon galten als bislang unbekannt.Laden...

Hipposideros caffer

Den kunstvollen Strukturen auf der Nase verdanken die Fledermäuse aus der Familie der Hipposideridae ihren Namen: Rundblattnasen. Die wendigen Flieger nutzen die hufeisenförmigen Hautlappen als Radarschüssel, um ihre Rufe zu fokussieren und Insekten zu fangen. Die Familie ist in ganz Afrika, Asien und Australien verbreitet, aber ihre afrikanischen Mitglieder sind der Wissenschaft auf Grund mangelnder Forschung und politischer Unruhen in den Gebieten, in denen sie vorkommen, kaum bekannt. Nun hat ein internationales Forscherteam das Erbgut Gewöhnlicher Rundblattnasen untersucht und festgestellt: Hipposideros caffer hat acht verschiedene Abstammungslinien, drei davon – einschließlich der gezeigten Fledermaus – waren bislang nicht bekannt. Sie mögen ähnlich aussehen, doch die die Genetik beweise, dass es sich um unterschiedliche Arten handle, heißt es. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler nun im Magazin »ZooKeys« veröffentlicht. Die neuen Arten haben noch keine offiziellen Namen. Sie würden jedoch deutlich machen, dass es noch so einiges über Fledermäuse zu lernen gibt, schreiben die Forscher. Weltweit sind derzeit mehr als 1400 Fledermausarten bekannt, und ein Viertel davon wurden erst in den vergangenen 15 Jahren von Wissenschaftlern beschrieben.

17/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 17/2020

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