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Pilzgefahr: Mitreißender Regen

Schädliche Pilze von Weizen und Co mögen Regen: Nur mit ihm verbreiten sie sich von Pflanze zu Pflanze. Hochgeschwindigkeitskameras zeigen nun, dass das bei echtem Geprassel besonders spektakulär klappt.
Sporen vom Rostpilz werden in einem Wirbeltrichter-Luftstrom fortgeschleudert

Verwirbelte Sporen

Pflanzenschädlinge wie der gefürchtete Braunrost des Weizens verbreiten sich über Sporen, diese müssen dafür aber irgendwie von einer schon befallenen zur noch nicht infizierten Pflanze gelangen. Nur wie? Zwar wussten Pilzforscher wie Sunghwan Jung von der Cornell University schon, dass Regenschauer den Braunrostsporen irgendwie helfen – wie das klappt, haben sie aber erst jetzt mit Hochleistungskameras im Detail enthüllt. Die spektakulären Fotos und Videos verdeutlichen, wie der Einschlag dicker Tropfen einen Luftringwirbel produziert, der einen tausendzahligen Uredosporen-Schwarm aus den speziell gestalteten Sporenanlagen-Abschussrampen mitreißt. Dabei werden die Sporen maximal schnell und maximal weit beschleunigt – um so auch weiter entfernte Weizenhalme zu erreichen. Bisher hatte man eher vermutet, dass die Verbreitung vor allem durch Sporen gelingt, die in winzigen Tröpfchen gelöst vom Wind aufgetrieben werden. In Wirklichkeit scheinen sich die Pilze beim Prasseln aber sogar noch besser ausbreiten zu können als im Nieseln.

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