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Mikroskopie: Nervenbahnen eines Hühnerembryos

Mit der Lichtscheibenmikroskopie lassen sich schon länger beeindruckende Aufnahmen von präparierten Tieren machen. Nun haben Forscher sie weiterentwickelt.
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Nervenbahn eines Hühnerembryos

Die Lichtscheibenmikroskopie liefert beeindruckende 3-D-Bilder von Tiergewebe. Statt eine Probe in hauchdünne Scheiben zu zerschneiden, bestrahlt man sie senkrecht zur Beobachtungsrichtung mit einem aufgefächerten Laser. Tote Tiere, deren Inneres durch das Entfernen von Fetten durchsichtig gemacht wurde, lassen sich auf diese Weise Schicht für Schicht abbilden.

Das Verfahren ist jedoch recht langsam und aufwändig. Außerdem sind die wenigsten Lichtscheiben­mikroskope für Proben geeignet, die mehrere Millimeter oder gar Zenti­meter groß sind. Eine Gruppe um Fabian Voigt von der Universität Zürich hat das Verfahren daher nun weiterentwickelt: Ihr Mikroskop verfügt unter anderem über eine zoombare Weitwinkeloptik, eine spezielle Kamera und die Möglichkeit, ausgedehnte Proben schrittweise um eine Achse zu drehen.

Mit der mesoSPIM genannten Technik könne man binnen Minuten hoch aufgelöste 3-D-Aufnahmen von ganzen Tieren anfertigen, berichten die Forscher im Fachmagazin »Nature Methods«. Als Beispiel lichteten sie die Nervenbahnen eines gerade einmal sieben Tage alten, präparierten Hühnerembryos ab. Auf dem Bild lassen sich Details erkennen, die nur ein Fünftel der Ausdehnung eines menschlichen Haars haben.

39/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 39/2019

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