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Bilder der Woche: Nummer 747 hat die schönste Wampe

Vor dem Winter müssten sich Alaskas Braunbären kräftig mästen – mit Massen von Lachs. Per Internet wurde nun die üppigste Prachtwanst gekürt. Beim Sieger ist der Name Programm.
Der Bär 747 angelt nach LachsenLaden...

Survival of the fattest

Wie schwer der Braunbär mit der passenden Startnummer 747 und dem (erwartbaren) Spitznamen »Jumbo-Jet« wirklich ist, weiß keiner genau. Denn die Teilnehmer der »Fat Bear Week« im Nationalpark Katmai in Alaska werden nicht gewogen. Beim Wettbewerb zählt einzig und allein das Aussehen, und mit diesem konnte sich Bär 747 klar gegen den anderen Finalisten Nr. 32 »Chunk« durchsetzen.

»In diesem Jahr hat er sich wirklich Pfunde draufgeschafft«, schreibt die Nationalparkbehörde in einer Art Laudatio über 747, »schon im Juli sah er aus, als wäre er fett genug für den Winterschlaf, aber er hat einfach immer weitergefressen, bis Ende September sein Wanst auf dem Boden zu schleifen schien.« Die Bedingungen waren auch außerordentlich günstig: Wegen der Corona-Pandemie mussten sich die Bären den Brooks River mit weniger Touristen teilen, gleichzeitig erreichte die Lachspopulation ein Hoch. In einem »gigantischen Tsunami« seien Lachse – wohl mehr als 800 000 Fische – den Fluss hochgeschwommen, sagte der Biologe Mike Fitz am Dienstag der dpa. 747 sei der wuchtigste Bär, der er je mit eigenen Augen gesehen habe. Sein Gewicht schätzen die Ranger auf 630 Kilo.

Bei der »Fat Bear Week« tritt eine Auswahl der rund 3000 Braunbären der Region immer paarweise gegeneinander an. Bei der diesjährigen Dickenkür haben Besucher der Website über 650 000 Stimmen abgegeben. Im vergangenen Jahr entschied die Bärin Holly den Wettbewerb für sich, auch sie ging mit prächtigen Fettpolstern in den Winterschlaf. In den kalten Wintermonaten verlieren die Tiere dann rund ein Drittel ihres Gewichts.

Das genaue Alter des Gewinnerbärs ist nicht bekannt. Seine Nummer und den Spitznamen erhielt er, als er im Jahr 2004 erfasst wurde. Wer sich die eindrucksvolle Gewichtszunahme der Bären mit Vorher-/Nachherbildern vor Augen führen möchte, kann dies auf den Seiten des Katmai-Nationalparks tun. Über Webcams kann man den Pelztieren dort auch beim Lachsfang zuschauen.

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