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Riesenteleskop: Das Skelett des Extremely Large Telescope

Die tragende Struktur des Riesenteleskops ELT ist praktisch fertiggestellt, es fehlen aber noch die Elemente für den 39-Meter-Spiegel des weltgrößten optischen Teleskops. Sie werden erst nach Beendigung aller Arbeiten an der Teleskopstruktur und am riesigen Kuppelgebäude eingebaut.
Innenansicht einer großen, industriellen Struktur mit einem komplexen Netzwerk aus Metallträgern und Gerüsten. Sonnenstrahlen dringen durch die obere Öffnung ein und beleuchten die Konstruktion. Ein orangefarbener Kran ist in der Mitte sichtbar, umgeben von zahlreichen Plattformen und Leitern. Die Szene vermittelt den Eindruck einer Baustelle oder eines technischen Projekts in einem großen Gebäude oder einer Kuppel.

Ein Teleskopgigant im Bau

Immer weiter nähert sich das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte ESO seiner Vollendung, mittlerweile ist die tragende Struktur des Teleskopgiganten praktisch fertiggestellt. In der Aufnahme sind die Spiegelzelle und der Tubus des größten optischen Teleskops der Welt bereits deutlich zu erkennen, die optischen Elemente wie der Hauptspiegel fehlen noch. Innerhalb der Zelle werden 798 sechseckige Segmente mit je 1,4 Metern Durchmesser montiert, die zusammengenommen einen Hauptspiegeldurchmesser von 39 Metern ergeben. Die Aufnahme ist hier in Originalauflösung zu sehen.

Oben im Gitterrohrtubus ist die sechseckige Struktur für den 4,2 Meter großen Sekundärspiegel sichtbar. Sie wird von sechs Streben gehalten und daher auch als Sekundärspiegel-Spinne bezeichnet. Unterhalb dieser, in der Mitte des Hauptspiegels, wird die zentrale Turmstruktur errichtet. In ihr werden drei weitere Spiegel untergebracht sein. Außerdem wird dort ein äußerst dünner und verformbarer Spiegel montiert, der zur Korrektur der durch atmosphärische Turbulenzen verursachten Bildverzerrungen dient.

Errichtet wird das ELT auf dem rund 3000 Meter hohen Berg Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste, wo der Nachthimmel extrem dunkel ist. Mit der Inbetriebnahme des Teleskopgiganten wird Anfang der 2030er-Jahre gerechnet. Das ELT wird dann die größte Sammelfläche aller optischen Teleskope weltweit aufweisen. Parallel werden große stationäre Messinstrumente entwickelt und gebaut, die auf Plattformen links und rechts des eigentlichen Teleskops platziert werden. Sie lassen sich dann gemeinsam mit dem Instrument bewegen.

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