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Polarforschung: In der Mitte entspringt ein Riss

Das antarktische Schelfeis spielt eine wichtige Rolle für die Stabilität des Eisschilds am Südpol. Eine dicke Spalte im Larsen-C-Schelfeis verheißt wenig Gutes.
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Riss im Larsen-C-Schelfeis

Das Schelfeis in der Antarktis wandelt sich; das über tausende Jahre stabile Larsen-B-Schelfeis etwa zerfällt seit 2002. Larsen-A ist seit 1995 Geschichte. Und im Südsommer 2016 offenbarte sich mit dem beginnenden Polartag, dass sich durch Larsen-C ein breiter und langer Spalt zieht – der sich während des folgenden Winters noch vertiefte und ausdehnte, wie NASA-Daten zeigen. Die Kluft ist mittlerweile 100 Meter breit und 500 Meter tief: Sie reicht bis an die Basis des Schelfeises. Noch zieht sich der Riss nicht durch die komplette Fläche, doch sollte er wie bisher weiterwachsen und das Südpolarmeer erreichen, entsteht ein riesiger neuer Eisberg. Der Koloss wäre mehr als doppelt so groß wie das Saarland – und ein Anzeichen, dass es auch mit Larsen-C zu Ende geht.

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