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Schnell durchs Nadelöhr

Pentland Firth

Pentland Firth

Wer vom schottischen Festland (unten) auf die Orkney-Insel South Ronaldsay (in der oberen Mitte im Bild) übersetzt, sollte seefest sein: Die Überfahrt über den Pentland Firth könnte unruhig werden. Denn für die Strömung zwischen Nordsee und Atlantik stellt die zehn Kilometer schmale Passage ein Nadelöhr dar, in dem sich das Wasser mit großer Geschwindigkeit seinen Weg sucht.

Als die beiden Satelliten TanDEM-X und TerraSAR-X die Stelle nun in 500 Kilometer Höhe und 50 Meter Abstand überflogen, erstellten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein Interferogramm aus den Daten: Ein Satellit sendet ein Radarsignal zur Erde, dessen Echo von beiden registriert wird. Aus den unterschiedlichen Laufzeiten der Signale lassen sich die Wellenbewegungen und Strömungsgeschwindigkeiten berechnen.

Deutlich zeigt sich unter anderem, wie die beiden Inseln Stroma und Swona als Bremsklötze in der Strömung liegen: Im westlich gelegenen Strömungsschatten spiegeln die rot bis orangefarbenen Bereiche sehr langsam fließenden Bereiche und Verwirbelungen wider. In den blau eingefärbten Regionen hingegen strömt das Wasser mit bis zu drei Metern pro Sekunde.

Der praktische Nutzen solcher Daten liegt nun weniger darin zu erkennen, warum manche Fährstrecken so ruppige Überfahrtbedingungen bieten: Sie machen beispielsweise deutlich, an welcher Stelle sich ein Gezeitenkraftwerk lohnen könnte.

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