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Schwarzes Loch zum Selbersimulieren

Wie sähe der Nachthimmel aus, wenn ein Schwarzes Loch an uns vorbeiziehen würde? Und wie, wenn man in das Massemonster hineinstürzt? Mit einer physikalisch korrekten Visualisierungssoftware kann man das nun ausprobieren.
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Wie der Sternenhimmel aussähe, wenn sich in der Nachbarschaft der Erde ein Schwarzes Loch befände, können Interessierte nun selbst simulieren. Die Physiker Thomas Müller und Daniel Weiskopf vom Institut für Visualisierung der Universität Stuttgart haben eine Software (Download) entwickelt, die die Verzerrungen im Umfeld des schwarzen Massemonsters physikalisch korrekt darstellt und zudem berücksichtigt, wie sich die Farben der Sterne unter dem Einfluss der Schwerkraft verändern. Das Besondere: Die Wissenschaftler nutzen dazu Daten des Hipparcos-Satelliten, der die Positionen von über einer Million Sternen hochpräzise vermessen hat.

Das Video zeigt drei mögliche Szenarien, die mit Hilfe des Programms berechnet wurden: In Teil eins rotiert der Beobachter um das Schwarze Loch. Gut zu sehen ist dabei, wie die Positionen der Sterne durch die Gravitationskraft scheinbar extrem verzerrt und sich – nachdem das Schwarze Loch vor ihnen passiert ist – wieder normalisieren. Die Teile zwei und drei zeigen hingegen zwei unterschiedliche Arten, sich dem superschweren Himmelskörper zu nähern: einmal mit konstanter Geschwindigkeit, als würden Raketentriebwerke eines Raumschiffs permanent gegen die Anziehungskraft arbeiten, und einmal ohne die Bremsraketen im beschleunigten Fall.

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