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Spur eines kosmischen Geschosses

Meteor von Tscheljabinsk aus dem All
Meteor von Tscheljabinsk aus dem All

Spur eines kosmischen Geschosses

Als am 15. Februar 2013 ein Meteor über dem Großraum von Tscheljabinsk am Ural detonierte, waren viele Kameras in den Himmel gerichtet. Aus den Aufnahmen von Verkehrs- und Überwachungskameras sowie von Mobiltelefonen berechneten Astronomen schon wenige Tage später die Flugbahn des Geschosses und daraus seinen ursprünglichen Orbit im Sonnensystem.

Diese Himmelsaufnahme wurde hingegen aus dem Weltraum geschossen: Sie gelang mit dem geostationären Satelliten MSG-2 von Eumetsat, also dem Betreiber europäischer Wettersatelliten. Der dänische Geophysiker Simon Proud wiederholte die Berechnungen der Flugbahn des Tscheljabinsk-Meteors nun anhand dieser Satellitenbilder [1]. Das war relativ einfach möglich, da jedes Pixel eines Wettersatelliten einem Ort auf der Weltkarte zugeordnet ist. Damit konnte er die bisher bestimmte Flugbahn grob bestätigen. Zukünftig könnte diese Methode helfen, den Ursprung solcher Geschosse schneller festzustellen.

[1] Geophysical Research Letters 10.1002/grl.50660, 2013

31. KW 2013

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 31. KW 2013

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