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Vulkanologie: Keine Angst vor dem Steamboat

Kein anderer Geysir spuckt Wasser höher als Steamboat im Yellowstone. Seine erneute Aktivität nach längerer Pause bedeutet aber erst einmal keine Gefahr.
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Geysir »Steamboat«

Der Yellowstone-Nationalpark ist bekannt für seine Geysire. Und keiner bläst sein Wasser höher als »Steamboat«: Bis zu 115 Meter bläst er die kochende Flüssigkeit in die Höhe. Dafür ist er nicht der zuverlässigste Geysir der Region, denn er pausiert immer wieder jahrelang wie zwischen 2014 und 2018. Seitdem ist er besonders aktiv, und dennoch entwarnen Geologen, dass diese Ausbruchsphase kein Anzeichen für ein Erwachen des Yellowstone-Supervulkans bildet. Das schreiben Mara Reed von der University of California, Berkeley, und ihr Team in »PNAS«.

Auch wenn der Grund unter »Steamboat« wärmer wurde, so sei kein anderer schlafender Geysir im Yellowstone erwacht. Und ebenso sei dessen Wasser selbst nicht heißer geworden. »Wir finden keine Anzeichen dafür, dass eine große Eruption bevorsteht«, sagt der an der Studie beteiligte Michael Manga. Anhand ihrer Daten und von Laborversuchen können die Wissenschaftler aber nun sagen, was die Höhe des Wasserausstoßes verursacht: Je tiefer das Wasserreservoir liegt, desto höher schießt die Flüssigkeit heraus. Beim »Steamboat« liegt es 25 Meter unter der Oberfläche, während es sich bei zwei Geysiren in Chile nur zwei beziehungsweise fünf Meter tief im Grund befindet. Sie sprudeln daher nur ungefähr einen Meter in die Höhe bei einem Ausbruch.

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