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Sternentod: Das prachtvolle Ende eines sonnenähnlichen Sterns

Der Ei-Nebel im Sternbild Schwan ist ein Protoplanetarischer Nebel, der von einem Stern am Ende seiner Existenz ausgestoßen wurde. Er wird sich zu einem Planetarischen Nebel entwickeln, wenn der Stern in seinem Inneren zu einem Weißen Zwerg von etwa der Größe der Erde zusammenschrumpft.
Ein leuchtendes astronomisches Bild zeigt einen symmetrischen Nebel im Weltraum, der von einem hellen, zentralen Lichtpunkt ausgeht. Der Nebel hat eine runde, konzentrische Struktur mit blauen und orangefarbenen Schattierungen, die sich nach außen hin ausbreiten. Umgeben von zahlreichen kleinen, funkelnden Sternen auf einem dunklen Hintergrund, vermittelt das Bild die Weite und Schönheit des Universums.

Sternentod im Sternbild Schwan

Etwa 1000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Schwan befindet sich der Protoplanetarische Nebel CRL 2688. Er erscheint in kleineren Fernrohren wie ein Ei mit einem dunkleren Dotter, was ihm den Spitznamen Ei-Nebel eingebracht hat. Die Bezeichnung »protoplanetarisch« weist darauf hin, dass sich das Objekt noch in der Entwicklung zu einem Planetarischen Nebel befindet.

Gebilde dieser Art entstehen, wenn ein Stern mit etwas mehr als einer Sonnenmasse, maximal jedoch acht Sonnenmassen, das Ende seiner Existenz auf der Hauptreihe im Hertzsprung-Russell-Diagramm erreicht. Zunächst versiegt in der Kernzone des sterbenden Sterns dessen Energiequelle: die Fusion von Wasserstoff zu Helium. Sie läuft in den meisten Sternen ab und setzt erhebliche Mengen an Energie frei. Daraufhin zieht sich die innere Region stark zusammen, wobei Druck und Temperatur rasant steigen. Schließlich beginnen die Heliumatomkerne zu Stickstoff und Kohlenstoff zu verschmelzen; dadurch werden erneut enorme Energiemengen frei. Der Stern bläht sich in der Folge gewaltig auf und entwickelt sich zu einem Roten Riesen oder Roten Überriesen. Diese Sterne stoße starke Winde aus, sodass sie einen signifikanten Teil ihrer Masse in den umgebenden Raum schleudern. Das ausgestoßene Material sammelt sich in einer Hülle um den Stern an, die zu einem Planetarischen Nebel wird.

Im Fall des Ei-Nebels sehen wir einen Übergang zu einem Planetarischen Nebel, da im Inneren des Sterns noch Fusionsreaktionen ablaufen. Er hat sich also noch nicht zu einem Weißen Zwerg zusammengezogen, einem kompakten Himmelskörper von der Größe der Erde, aber mit der bis zu anderthalbfachen Masse der Sonne. Im Inneren solcher Körper laufen keine Fusionsprozesse mehr ab. Doch durch die enorme Schrumpfung ist ein Weißer Zwerg extrem heiß: Es wurden schon Oberflächentemperaturen von 250 000 Grad Celsius und mehr gemessen. Somit geben Weiße Zwerge große Mengen energiereicher Ultaviolettstrahlung ab, welche die zuvor ausgestoßenen Gashüllen des ehemaligen Roten Riesen zum Leuchten im Infraroten, Visuellen und Ultravioletten anregen. Dies steht aus astronomischer Sicht bei CRL 2688 unmittelbar bevor, kann aber noch einige Tausend Jahre dauern. Derzeit strahlt der Nebel durch reflektierendes Gas und Staub, die vom Zentralstern beleuchtet werden, der noch zu kühl ist, das Gas unmittelbar anzuregen.

Der Zentralstern des Ei-Nebels ist nicht sichtbar, denn er ist von einer Staub- und Gashülle umgeben, die in diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble jeglichen Blick auf ihn verwehrt. Allerdings ist er dabei, heißes Gas, das von seinen Polen ausgeht, in einer Diagonalen von links oben nach rechts unten auszustoßen. Der Gasaustritt sorgt auch für die auffälligen Strahlen in der umgebenden Staubhülle. Das Bild ist ein Komposit aus Einzelaufnahmen im nahen Infraroten, Visuellen und Ultravioletten, denen jeweils Farben zugewiesen wurden; es gibt nicht den visuellen Eindruck mit dem Auge wieder.

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