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Planeten

Stürmischer Jupiter

Die Polregionen Jupiters sind unbekanntes Terrain. Die Raumsonde Juno hat sie überflogen - und liefert spektakuläre Bilder.
Südpol des Jupiters

Südpol des Jupiters

Nord- und Südpol des Jupiters sind alles andere als ruhende Pole des Gasriesen. Einzigartige Bilder der NASA-Raumsonde Juno, die seit 2016 den Planeten umkreist, zeigen regelrechte Sturmkarusselle und wie dynamisch es dort tatsächlich zugeht: Am Nordpol umkreisen acht Wirbelstürme einen zentralen Sturm, am Südpol sind es fünf, so die Datenauswertung von Alberto Adriani vom italienischen Astrophysikalischen Institut INAF und seinen Kollegen in "Nature". "Juno" ist die erste Raumsonde, die gezielt die Jupiterpole überfliegt. Zur Überraschung der Wissenschaftler bewegen sich die kreisenden Wirbel nicht in Richtung zum zentralen Sturm am Pol, wie man es angesichts der Atmosphärendynamik erwarten müsste. Doch warum die Wirbel nicht verschmelzen, ist ebenso ungeklärt wie ihre Entstehungsgeschichte – ein ähnliches Phänomen kannte man bislang nur aus Laborversuchen mit Elektronen, mit denen eine reibungslose, zweidimensionale turbulente Flüssigkeit simuliert wurde. Ob dabei die gleichen physikalischen Mechanismen wirken, sei aber bislang auch noch unbekannt, so Adriani und Co.

10/2018

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 10/2018

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