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Fluoreszenz: Think pink …

Manchmal bringt es erst der Zufall ans Licht - so auch die spezielle Färbung nördlicher Gleithörnchen.
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Nördliches Gleithörnchen

Manchmal hilft der Zufall: Jon Martin vom Northland College in Wisconsin wollte mit Hilfe von UV-Licht Flechten, Moose und andere Pflanzen in seinem waldartigen Garten untersuchen, als ein Nördliches Gleithörnchen sein Vogelhäuschen aufsuchte – und in sattem Pink aufleuchtete, als er sein UV-Licht darauf richtete. Deshalb setzte er die Nachwuchswissenschaftlerin Allison Kohler auf diesen Fall an, die anhand von Museumsexemplaren untersuchte, ob das Zufall war oder ein generelles Erscheinungsbild der Flughörnchen. Die Ergebnisse im »Journal of Mammalogy« sind eindeutig: Alle Gleithörnchen leuchteten auf ihrer Unterseite in satten Rosatönen, und zwar artübergreifend – im Gegensatz zu Eichhörnchen. Unklar ist allerdings, warum sie das tun. Entweder diene es bei der Partnersuche – je intensiver ein Tier leuchtet, desto attraktiver ist es für potenzielle Partner – oder aber es helfe gegen Fressfeinde, so Kohler: Angreifer, die im UV-Licht besonders gut sehen, könnten die Gleithörnchen dann vielleicht schlechter wahrnehmen, weil sie mit der Umgebung verschmelzen.

06/2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 06/2019

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