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Wer erreicht die höhere Geschwindigkeit – Windhund oder Gepard? Sie wissen es natürlich längst: der Gepard. Trotz starker Ähnlichkeit in Größe und Körperbau sind die beiden Sprintkünstler nämlich keineswegs gleich schnell. Eine passende Erklärung liefern nun Alan Wilson und Kollegen vom Royal Veterinary College der University of London: Ihre Videoaufnahmen zeigen, dass die Großkatzen bei gleicher Geschwindigkeit etwas weitere Schritte machen. Außerdem bringen sie in der gleichen Zeitspanne mehr Schritte auf den Boden: Ihre Schrittfrequenz nimmt mit steigender Geschwindigkeit bis auf vier Schritte pro Sekunde zu. Bei den Greyhounds bleibt sie hingegen konstant und liegt bei durchschnittlich dreieinhalb Schritten pro Sekunde.

Einen weiteren Grund für die unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten sehen die Forscher in der Belastungsverteilung an den Hinterläufen, die bei hohen Geschwindigkeiten den Hauptteil des Körpergewichts tragen – je mehr Gewicht auf einem Hinterlauf lastest, desto geringer ist die Gefahr des Wegrutschens. Die Katzen brachten im Vergleich fast zehn Prozent mehr Last auf die Hinterpfoten.

Dennoch erreichten die Geparden im Experiment nicht ganz die Höchstgeschwindigkeit ihrer Testkonkurrenten; die Forscher erklären dies damit, dass die Katzen als Zootiere nie lernen mussten, zum Nahrungserwerb bis an ihre Grenzen zu gehen. Dementsprechend mangelte es ihnen im Experiment wohl schlicht an Motivation. In freier Wildbahn bringen es die Tiere auf über 100 Kilometer pro Stunde – Greyhounds dagegen nur knapp 70.

Video: Structure and Motion Laboratory, Royal Veterinary College

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