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Hochgeschwindigkeitsflugzeug: Überschall-Surfer

Von Brüssel nach Sydney in weniger als drei Stunden – ein neues Überschallflugzeug soll es möglich machen. Bloß gebaut werden muss es noch.
Eine Simulation zeigt einen Hyperschallgleiter des Projekts HEXAFLY-INT im Flug.Laden...

Hyperschallgleiter

Bis zu achtmal so schnell wie der Schall soll das Passagierflugzeug sein. Von Brüssel nach Tokio würde es bloß etwas mehr als zwei Stunden brauchen, von Brüssel nach Sydney weniger als drei – zwei Stunden und 42 Minuten den Berechnungen zufolge, um genau zu sein. Das zumindest ist die Vision, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts HEXAFLY-INT. »Er ist ein Technologiedemonstrator, der zur Entwicklung und Validierung von Hyperschallflugtechnologien dient«, wie ein Mitarbeiter er Mission erklärt. Das seien vornehmlich Thermalkonzepte, Regelungsstrategien und aerodynamische Auslegung. Die Abbildung zeigt den Experimentalgleiter im Flug. Wie der Flieger überhaupt Höchstgeschwindigkeit erreichen könnte? Der Gleiter soll mit einer Trägerrakete auf seine Bahn eingeschossen werden. Vor dem Gleiter würde sich dann eine starke Bugwelle aufbauen. »Der durch sie aufgebaute Druck vor dem Gleiter ist ein wesentlicher Beitrag zum Gesamtwiderstand den das Vehikel beim atmosphärischen Flug erfährt«, sagt der Mitarbeiter weiter. Momentan ist ein Testgerät in Arbeit. Es soll in etwa so groß wie ein Auto sein, 3,29 Meter lang und 1,24 Meter breit. Einmal fertig gestellt, wollen seine Erbauer es mit einer deutsch-brasilianischen Rakete in die obere Atmosphäre schießen und von dort wieder zur Erde gleiten lassen, um zu sehen, ob das Design den Kräften tatsächlich standhält. Russland, Australien und Brasilien sind an der Entwicklung beteiligt.

15/2020

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 15/2020

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