Direkt zum Inhalt

Lavastrom: Unerwartetes Comeback giftiger Vulkangase

Kaum irgendwo auf der Erde können Geowissenschaftler besser über Lava forschen als auf Island. Dabei stoßen sie ab und an auf anderswo übersehene Spätfolgen.
Das Holuhraun-Lavafeld in Island

Holuhraun-Lavafeld

Was hier zu abgebildet ist – glühende Ströme des Holuhraun-Lavafelds – waren nur die sichtbaren Zeichen der Eruption des isländischen Vulkans Bardarbunga im Jahr 2014: Eher nebenbei stieß er rund zweimal so viel Schwefeloxide aus wie in ganz Europa in zwei normalen Jahren und wurde damit zu einem der größten Luftverschmutzer seit Jahrzehnten. Unerwartet war dabei aber der von Forschern nun beschriebene "Plumerang"-Effekt: Lange nachdem Warnstufen in Island aufgehoben waren, war eine zweite Wolke giftiger Vulkangase angerückt – unbemerkt, weil ihr SO2-Gehalt die kritischen Messwerte unterschritt. Allerdings hatten sich die Schwefelgase über die Zeit mit Feinstaubpartikeln zu einem ebenfalls gesundheitsschädlichen Gemisch verbunden – vor dem in Zukunft unbedingt auch gewarnt werden sollte.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Lesermeinungen können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnervideos