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Ursprünge der Seidenstraße
Ursprünge der Seidenstraße

© Cultural Heritage Bureau of Xinjiang Uygur Autonomous Region, China (Ausschnitt)
© Cultural Heritage Bureau of Xinjiang Uygur Autonomous Region, China (Ausschnitt)
Mann mit Maske | Yingpan lag an einer wichtigen antiken Verkehrsroute. Bereits vor einhundert Jahren wurde hier ein großes Gräberfeld entdeckt. Vor allem Funde aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. wurden dort geborgen. Ungewöhnlich war die Entdeckung des Grabes eines etwa 1,90 Meter großen Mannes: Der hölzerne Sarg war mit floralen Mustern bemalt. Neben einer Maske, die das Gesicht des natürlich mumifizierten Toten bedeckte, sticht vor allem die Kleidung hervor: ein tief roter Kaftan aus Wolle mit Darstellungen von sich bekämpfenden Stieren, Eroten und Granatapfelbäumen. Die Hosen sind braun und mit Blütenmuster reich bestickt.
© Cultural Heritage Bureau of Xinjiang Uygur Autonomous Region, China (Ausschnitt)
Mumie eines Babys | Bei der Kindermumie handelt es sich um ein acht bis zehn Monate altes Baby. Der Körper ist in dunkelroten Wollstoff gehüllt, der Kopf ist mit einem zweilagigen, weichen Häubchen aus Wollvlies bedeckt: innen rot, außen blau. Rote Wollflocken befinden sich in der Nase des Kindes, kleine Steinscheiben bedecken die Augen. Die Verwendung feinster Stoffe verweist auf die liebevolle Bestattung des Leichnams.
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Fragment eines Wandbehangs | Das Fragment dieses kunstvoll gewirkten Wandbehangs zeigt einen Flöte spielenden Kentauren mit einer Lanze. Während der Kentaure auf hellinistische Einflüsse hindeutet, zeigt das Bildnis des Kriegers indoskythische Elemente auf.
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Konghou-Harfe | Diese Harfe ist das älteste bisher in China gefundene Exemplar dieses Typs. Sie wurde neben Pferdezaumzeug, Peitsche sowie Pfeil und Bogen im Grab eines etwa 40-jährigen Mannes gefunden. Das Pappelholz der Harfe ist durch den häufigen Gebrauch glatt poliert.
© Cultural Heritage Bureau of Xinjiang Uygur Autonomous Region, China (Ausschnitt)
Kopf mit Einsteckzapfen | Die Gesichtszüge des wie eine Maske modellierten Kopfes sind auffallend fein gearbeitet. Die Nase springt gegenüber den schmal geformten Augen und Lippen deutlich hervor. Vermutlich handelt es sich um die Darstellung des Toten, in dessen Grab die Maske gefunden wurde.
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Reflexbogen und Pfeile | Der Bogen besteht aus Holzleisten, Rindsleder und Knochen. Die Pfeile sind aus Eisen, Korn, Knochen und Holz.
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Proviantbeutel | Nahrungsfunde aus Xinjiang geben Einblick in die frühe Küche dieser Region. Dieser Proviantbeutel wurde in einem Kindergrab in Sampula entdeckt. Er enthält kleine Fladenbrote aus Hirse.
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Kleine Holzmaske | In zahlreichen Gräbern stieß man auf kleine geschnitzte Holzmasken mit auffallend lang gestalteten Nasen. Sie dienten vermutlich zur Abwehr böser Geister. Bei der Ausgrabung fand man die Maske auf Brusthöhe auf der Kleidung einer verstorbenen Frau.
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Bronzener Krieger | Diese bronzene Figur zeigt einen knienden Krieger, bekleidet mit einem rockartigen Überwurf, der in seinen Händen vermutlich lange Stabwaffen hielt.
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Goldmaske mit Edelsteinbesatz | Die Goldmaske stammt aus einem Grabhügel von Boma im Ili-Gebiet. Sie ist der östlichste Vertreter einer Kunsthandwerkstradition, die weiter im Westen verbreitet war. So sind diese Art der Einlegearbeiten eher aus der europäischen Völkerwanderungszeit, insbesondere aus den hunnischen Funden bekannt. Die Gesichtsform weist jedoch vielmehr asiatische Züge auf.
Die Maske wurde aus zwei Goldblechen gearbeitet. Auf Nase und Lippe ist deutlich der verbindende Falz zu erkennen. Die Partie der Augenbrauen sowie der Wangen- und Oberlippenbart wurde nachträglich gefertigt und angebracht.
Die Maske wurde aus zwei Goldblechen gearbeitet. Auf Nase und Lippe ist deutlich der verbindende Falz zu erkennen. Die Partie der Augenbrauen sowie der Wangen- und Oberlippenbart wurde nachträglich gefertigt und angebracht.
© Cultural Heritage Bureau of Xinjiang Uygur Autonomous Region, China (Ausschnitt)
Kessel auf Kegelfuß | Der Kessel aus Xinjiang ist der östlichste Fund dieser Art. Die hohe Form und die sich gegenüberliegenden vertikal angebrachten Henkel gleichen den "Hunnenkesseln" des 4. bis 5. Jahrhunderts n. Chr., die vor allem in Mitteleuropa im Donauraum gefunden wurden.
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Zwei Zierbleche in Kamelform | Die Zierbleche zeigen zweihöckrige baktrische Kamele. Einzelne Merkmale wie der fliegende Galopp weisen auf die charakteristische Darstellung von Huftieren im skythischen Tierstil hin. Die Aufnahme von Kamelen in den Motivschatz unterstreicht, wie bedeutend diese ausdauernden Tiere in einer wasserarmen Region waren.
An dieser Stelle befindet sich eine Bildergalerie, die gedruckt leider nicht dargestellt werden kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Erstmals präsentiert die Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße“ in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen derzeit hochaktuelle Fundstücke aus der westchinesischen Provinz Xinjiang. Die vielerlei Skulpturen, Geräte, Waffen, Kleidungs- und Schmuckstücke stammen überwiegend von 1500 bis 4000 Jahre alten Gräberfeldern, die Forscher im Einzugsbereich von Oasen an den alten Handelsstraßen durch Wüsten- und Gebirgslandschaften zunehmend entdecken. Die Ausstellung ist bis zum 1. Juni 2008 geöffnet.
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